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PIGINI + EXCELSIOR Deutschland - Heinz Aumüller www.pigini.de

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99 Fragen an PIGINI.DE

Hier finden Sie fast alles ! Sie müssen sich nur die Zeit nehmen und etwas lesen

 

Ich spiele eine Atlantic in einem Shantychor und will ein besseres Akkkordeon. Mein Musikkamerad kennt einen, der einen kennt, der einen kennt, der wieder einen kennt, der ein absoluter Profi ist und seine gebrauchte Morino verkauft. Er sagt das ist ein Geheimtip denn das soll ein einzigartiges, sagenhaftes Akkordeon sein das heute so nicht mehr gebaut wird, besser wie eine Neue. Sie soll 3600 Euro kosten, für mich nur 2600.Soll ich mir die ansehen ? 

Ihr Musikkamerad hat vergessen zu sagen warum das Modell heute nicht mehr gebaut wird. Beides hat auch seinen Grund. Wenn Sie sich einseitig informieren wollen und einer Handelsmarke soviel blindes Vertrauen entgegenbringen, daß Sie meinen ein simpler Produktname reicht aus um ein Akkordeon nur durch die Empfehlung eines guten Freundes blind kaufen zu können, ohne die Substanz von einem Akkordeonfachmann im Musikhandel prüfen zu lassen dann schauen Sie sich die alte Kiste ruhig an. Aber wundern Sie sich nicht daß Sie ein paar tausend Euro ausgegeben haben ohne einen NEUTRALEN Vergleich zu anderen neuen und modernen Akkordeons zu haben. Das haben Sie nur im seriösen Akkordeonfachhandel. Und dort bekommen Sie für Ihr Geld geprüfte und gestimmte Akkordeons und obendrein auch noch 2 Jahre Gewährleistung. Viele Hobbyverkäufer die ein bischen über Rosamunde und Schneewalzer hinauskommen glauben absolute Profis zu sein und lassen Kaufinteressenten mit mehr oder weniger spektakulären, langatmigen Vorführungen durchs Schlüsselloch nur auf ein einziges Gebrauchtmodell schauen. Auch wenn Sie ein Akkordeon noch so gut vorgeführt bekommen dann glauben Sie doch nicht wirklich daß es bei Ihnen zuhause genausogut von alleine spielt. Der Produktvermenschlichungstrick - ein sagenhaftes Akkordeon gibt es nicht, nur sagenhafte Vorträge und sagenhafte Musiker. Diese Modelle sind auch kein Geheimtipp, gebrauchte Morinos stehen im Ebay wie die Zinnsoldaten in Reih und Glied, und es werden immer mehr. Und wenn Sie bisher ein Akkordeon ohne Cassotto gespielt haben werden Sie sich klanglich neu orientieren müssen, denn ein Tremolo eines Cassottoakkordeons klingt anders als das eines Akkordeons mit Planfüllung (ohne Cassotto). Und über das Gewicht beim Spielen im Stehen will ich erst gar nicht sprechen.

Ich spiele eine Gola

STOPP - bitte formulieren Sie diese Frage nicht ! Sie haben schon alles gesagt. Und glauben Sie mir eines. Ich weiß ganz genau was Sie fragen wollen. 

Ich suche schon seit Jahrzehnten ein Akkordeon das genauso wie meine Gola klingt, ich meine diesen vibrierenden Klang, klar und dynamisch, direkt und grundtönig aber auch brilliant, einschmeichelnd, gewaltig und verführerisch. Gibt es so ein Akkordeon und wenn ja wo finde ich es ? Verstehen Sie was ich meine ?

Ja ich verstehe ganz genau was Sie meinen und da werden Sie wohl noch einige Jahrzehnte weitersuchen. Bitte hören Sie doch mit der Sucherei auf. Aber zunächst müssen Sie einmal etwas ganz grundsätzliches verstehen. Den Klang eines Akkordeons kann man nicht mit Worten beschreiben. Auch dann nicht wenn es eine gola ist. Ein Akkordeon (egal von welchem Hersteller) muß man SPIELEN und vor allem HÖREN und dann gefällt es einem, oder es gefällt einem eben nicht. So einfach kann das Leben sein ! Und nur für den Fall daß Sie markenneutral urteilen und sich ausschließlich am Klang orientieren, können Sie den Produktnamen beim Probespiel zuerst einmal mit Tesa Krepp abkleben. Dann kommt man nicht so schnell durcheinander und läßt sich in seinem Urteil nicht vorschnell vom Produktprestige und den uralten Nachkriegsgeschichten aus längst vergangenen Zeiten blenden. Zusätzlich könnte man jetzt noch die Substanz des Instruments, die Veränderung des Klangs durch Alterung und die Qualität der Reparaturarbeiten und Stimmungskorrekturen in den Ring werfen. Sie haben sich vermutlich an Ihr Akkordeon so stark gewöhnt und sind vor allem auf den Markennamen derart fixiert daß Sie mit jedem anderen Akkordeon unzufrieden wären. Eine Antwort auf Ihre Frage finden Sie evtl. auch in den nächsten beiden Fragen. Eigentlich zeigt Ihre Frage aber auf daß Sie mit Ihrem derzeitigen Akkordeon doch zufrieden sind. Oder weshalb stellen Sie diese Frage ?

Ich spiele eine Morino. Mich würde aber auch ein italienisches Cassottoakkordeon interessieren. Soll ich wechseln ?

Klipp und klare Antwort : NEIN. Und nochmals N E I N. Dieses Thema könnte viele Seiten füllen, aber das sparen wir uns jetzt. Die einstimmige Erfahrung aus unzähligen Beratungsgesprächen zeigt, daß die allermeisten die dieses Modell spielen derart stark auf den Namen fixiert sind, daß Sie mit jedem anderen Akkordeon todunglücklich wären. Und die Erkenntnis stundenlanger Beratungsgespräche ist fast immer, daß eine Alte besser ist als eine Neue und daß Sie ja das allerbeste Akkordeon schon haben. Bitte glauben Sie mir eines : EIN ANDERES AKKORDEON IST FÜR SIE NICHT SPIELBAR ! Am besten Sie bleiben bei Ihrer Morini und tun sich das erst gar nicht an eine PIGIN probezuspielen. Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Spaß beim Musizieren und immer viel Applaus. Und das ist keine Satire sondern ehrlich gemeint !

Mein neues Akkordeon muß genau so klingen wie mein Altes !!!

Auweia ! Da haben wirs. Davor graut jedem Akkordeonhändler. Also - Wenn Sie sich ein neues Akkordeon kaufen dann müssen Sie sich in jedem Fall auch neu orientieren. Und das ist noch sehr milde ausgedrückt ! Man könnte auch "umstellen" sagen. Aber da bekommen ja alle Musiker durch die Bank Schweißausbrüche. Sagen wir also besser "einstellen", "Einstellung" oder "sich auf etwas neues einlassen" Ansonsten sollten Sie doch lieber beim Alten bleiben. Solche Erwartungen kommen von der Gewohnheit und der Musiker ist dadurch in seiner Kaufentscheidung sehr sehr stark eigeschränkt. Er spürt, bewußt oder unbewußt, daß er sich umstellen muß, will es aber nicht. Man meint das alte Akkordeon ist das einzig wahre weil man sich ja so viele Jahre daran gewöhnt hat. Wie an ein eigenes Kind. Und alles andere taugt ja doch nichts. Und überhaupt..   für das was ich... ;. Aber zur Beruhigung, so sind alle Musiker. Denn Musik hat eben sehr viel mit Gefühl zu tun und man will auf das angenehme Spielgefühl seines alten Akkordeons einfach nicht verzichten. Das kann in einer inneren Zerreißprobe gipfeln, die Kaufentscheidung fährt immer wieder ins Märtyrium und stockt. Neue ? aber Welche ? oder doch die Alte ? Aber irgendwann muß ich doch... ; Was tun ? Sie können nicht erwarten daß ich Ihnen hier eine konkrete Empfehlung gebe denn so einfach ist das alles nicht. Sie können hier unter Kaufberatung lesen aber das haben Sie ja schon getan. Machen Sie eine Liste. Welche Eigenschaften eines (nicht Ihres) Akkordeons sind Ihnen wichtig ? Welche weniger wichtig ? Auf welche Eigenschaften können Sie verzichten ? Warum wollen Sie denn überhaupt eine Neue ? Wenn Sie dann Ihr neues Akkordeon gekauft haben (hoffentlich auch das Richtige) kann es vorkommen daß Ihnen die Umstellung auf Ihr neues Akkordeon sehr schwer fällt (sowas gibts). Dann kann bei der "Einstellung" auf ein neues Akkordeon eines sehr hilfreich sein. Ausschließlich nur das Neue Akkordeon spielen ! Das Alte muß für eine längere Zeit im Koffer bleiben und darf nicht mehr gespielt (und angeschaut) werden (deswegen im Koffer) ! Wer schwach wird erzeugt innere Konflikte wird unzufrieden und fällt in die Krise. Spielen Sie das neue Akkordeon so lange bis Sie nicht mehr nach dem Alten verlangen. Erst wenn dieser Prozeß vollständig abgeschlossen ist sollten Sie das Alte wieder spielen, dann merken Sie plötzlich wieder warum Sie eine Neue gekauft haben. Die Alte wird dann meist recht schnell wieder in den Koffer gepackt. Glückwunsch an alle die es schon geschafft haben ! Sollte es mit dieser Anleitung trotzdem nicht klappen dann haben Sie ein falsches Akkordeon gekauft, verkaufen Sie es schnell wieder und kaufen Sie... Na was wohl ? Einer unserer kompetenten PIGINI Fachhändler kann Ihnen da ganz sicher weiterhelfen.

Ich will mir jetzt endlich ein tolles, neues, italienisches Akkordeon kaufen. Mein Orchester sagt aber es muß unbedingt ein deutsches Modell sein und es muß 41 Tasten haben, am besten mit Cassotto vierchörig oder besser noch fünfchörig. Mir gefällt das aber nicht denn ich kann gerade noch mein 37 Tasten Akkordeon bewältigen. Ich fühle mich mit einem großen Instrument überlastet, außerdem fühle ich mich total bevormundet und mir gefällt der Markenzwang des Orchesters überhaupt nicht denn das Geld soll ja schließlich ich ausgeben ! Ich will aber auch nicht das Orchester gegen mich aufbringen um nicht ausgegrenzt dazustehen oder vielleicht gehänselt werden, wenn ich plötzlich mit einem "orchesterfremden" Akkordeon daherkomme. Diese Entscheidung schiebe ich jetzt schon fast 3 Jahre vor mir her. Ich habe meine alte Kiste so satt und ich will einfach nicht mehr ! Soll ich mir deswegen jetzt zwei neue Akkordeons kaufen ?

Sie beschreiben hier ein typisches Problem das einmal mehr klar und deutlich aufzeigt wie massiv Musiker unter Gruppendruck gesetzt werden können um fremde Interessen und alte Ansichten unter Zuhilfenahme von Markenzwang durchzusetzen. Zunächst einmal können Sie recht froh sein wenn Ihnen überhaupt noch soviel Entscheidungsfreiheit gelassen wird, denn es gibt Fälle in denen Orchestermusikern auch noch die Gehäusefarbe vorgeschrieben wird und ob es in Silbermetall sein darf oder im Orchester auch ein Italiener in Goldmetall erlaubt ist. Mit Musik hat das alles überhaupt nichts zu tun. Sie haben genau zwei Möglichkeiten. 1.) Sie geben dem Druck nach, legen ein paar tausend Euro auf den Tisch und beklagen sich danach bitte nicht daß Sie für teueres Geld unter Gruppendruck ein falsches Akkordeon kaufen mußten welches überhaupt nicht zu Ihnen paßt. Dann spielen Sie solange bis es Ihnen reicht und sprichwörtlich "Die Luft raus ist", hören irgendwann frustriert auf, aber vielleicht können Sie ja noch passives Mitglied bleiben... Noch schlimmer wäre es wenn man versuchte, Ihnen eine von den unzähligen uralten "herumgeisternden Orchesterschüsseln" herrichten zu lassen und aufs Auge zu drücken um Sie glauben zu machen Sie hätten ja jetzt ein neues Akkordeon (in Wirklichkeit eine aufpolierte Alte die Ihnen besser als eine Neue angedreht wird) welches ja nun endlich auch dem Orchester paßt. Ja zum ..... wem soll denn Ihr neues Akkordeon passen ? Schon kleine Kinder wissen daß man zu enge Schuhe einfach nicht kaufen darf weil man nicht lange darin läuft. Wer sie trotzdem kauft, weil andere sugerrieren daß sie besonders gut an Ihnen aussehen und die Schuhe im Freundeskreis anerkannt sind, dem kann niemand helfen. Diese Erfahrung müssen Sie selbst machen. 2.) Möglichkeit : Sie kneifen jetzt endlich einmal richtig die A...... zusammen und fragen Ihr Orchester wie lange Sie denn überhaupt noch spielen sollen. Wie alt sind Sie ? Wie steht es mit Ihrer Gesundheit ? Welchen musikalischen Weg wollen Sie gehen ? Spielen Sie das neue Akkordeon auch in anderen Besetzungen, vielleicht auch im Stehen ? Dann sind 37 Tasten evtl. die bessere Lösung. Wenn Sie nicht gerade eine wichtige Führungsstimme spielen, können Sie auf einem 37 Tasten Akkordeon auch die Literatur für 41 Tasten spielen, und zwar indem man die wenigen fehlenden 4 Noten über die Klaviatur hinaus "blind" mitspielt ohne den Fingersatz zu verändern, ob das toleriert wird und ob man das überhaupt diskutieren kann hängt vom Orchester ab. Kaufen Sie keine zwei Akkordeons, wenn Sie die bestmögliche Leistung bringen möchten ist es besser bei einem Instrument zu bleiben. Die Behauptung daß ein italienisches Akkordeon nicht in ein deutsches Akkordeonorchester hineinpaßt ist von gestern und schon lange überholt, mehr dazu auf dieser Webseite. Im übrigen kommen solche Forderungen oft nicht vom Akkordeonorchester sondern immer nur von Einzelpersonen des Orchesters. Es gibt mittlerweile gottseidank sehr viele Akkordeonorchester bei denen das Thema überhaupt keine Rolle mehr spielt. Und angesichts der Nachwuchssorgen die heute fast jeder Verein hat reduziert sich diese Debatte heute schnell von selbst auf das wesentliche Kernthema. Gemeinsam gute Musik zu machen und dabei Spaß zu haben. Anstatt einer Ideologie aus vergangenen Zeiten hinterherzueifern.

Ich studiere jetzt seit 4 Jahren auf einem ABCINI Akkordeon und habe seit 2 Wochen Fingerschmerzen. Meine Akkordeonwerkstatt hat mir geraten die Klaviaturtasten zu verkürzen dann müßten die Schmerzen aufhören. Soll ich jetzt auch noch den Federdruck verringern lassen damit die Tasten weniger Kraft brauchen ? Und im Internet habe ich gelesen man soll auch noch ein Holzbrett auf den Bassdeckel schrauben damit die linke Hand freier spielen kann. Ich kann so nicht spielen und bisher hat mir nichts geholfen. Wenn das so weitergeht bekomme ich bald noch eine Akkordeon Psychose. Soll ich das Instrument wechseln, weiter umbauen lassen oder was soll ich tun ?

Jetzt machen Sie aber viele Fässer gleichzeitig auf. Wahrscheinlich fühlen Sie sich mit notorischem Grübeln auch viel wohler als mit dem Musizieren. Das Internet weiß zunächst einmal überhaupt nichts, denn es ist genauso geduldig wie Papier und nur so schlau wie der Mensch der es beschreibt. Sie haben bisher nichts verstanden, denn Sie suchen einen Fehler am Akkordeon dessen Ursache an einer ganz anderen Stelle liegt. Und zwar bei Ihrem Spiel und der Handhabung des Instruments. Ich rate eine Lösung (ich spreche bewußt nicht von einem Problem um es psychisch nicht noch zu verstärken) auf mehreren Ebenen zu suchen. 1.) Medizinisch. Sprechen Sie mit guten Akkordeonlehrern (Professoren) die möglichst Erfahrung bei der Behandlung von Spielschmerzen haben, und noch besser - medizinisches Hintergrundwissen. Nun gut, Sie haben jetzt eine andere Klaviatur. Aber egal was auch immer Sie haben umbauen lassen, oder noch umbauen werden, da können Sie keine sofortige Besserung erwarten. Seien Sie nicht ungeduldig und geben Sie sich mehr Zeit ! Mit unserem Körper ist es so : Da muß man manchmal Kompromisse machen, und je älter man wird umso kompromißbereiter muß man sein. Körper, Geist und Seele reagieren auf Ihre bisherige Akkordeonkarriere und alles im Leben hat seinen Preis. Wenn gestern etwas funktioniert hat muß es das morgen nicht unbedingt auch tun. Das wollen Sie jetzt ganz bestimmt nicht hören aber - das ist ganz normal. Gönnen Sie sich mehr Ruhephasen, machen Sie einen Plan. Versuchen Sie die Aktivitätsphasen zu verringern und die Ruhephasen zu erweitern. Wenn Sie konzertieren müssen, vergrößern Sie danach die Ruhephasen entsprechend. Schreiben Sie auf was Ihnen auffällt, dann können Sie die Entwicklung langfristig verfolgen. WICHTIG : Ärgern Sie sich nicht wenn etwas nicht funktioniert sondern freuen Sie sich über jeden kleinen Fortschritt, freuen Sie sich wenn die Finger schmerzfrei spielen. Nach vielen Jahren Akkordeonstudium haben Sie motorisch gefestigte Automatismen (Bewegungsablaufprogramme) angelegt. Deshalb spielen Sie mit einem umgebauten Akkordeon (auch wenn Sie es nicht glauben wollen) mit den exakt gleichen Muskeln wie bisher, Ihr Körper erfährt also dieselbe Belastung, denn er kennt es nicht anders und weiß nicht weiter. Eventuell gibt es Übungen ABSEITS VOM AKKORDEON; DIE MAN SEPARAT AUSFÜHRT, (Alexander Technik) um die richtigen Muskeln zu aktivieren um schmerzfrei zu werden. Der Körper sucht sich mit den richtigen Übungen (der richtigen Therapie) beim Spiel automatisch den leichteren Weg, aktiviert INTUITIV (und eben nicht vom Kopf gesteuert) die neuen Muskeln und läßt die unbeteiligten weg. Ihr Körper muß das neu lernen. Das wollen Sie jetzt auch nicht hören aber : SIE HABEN AUFGRUND VON JAHRELANG GEFESTIGTEN AUTOMATISMEN AUF DIESE MUSKELN MOMENTAN ÜBERHAUPT KEINEN ZUGRIFF !!! Und bedenken Sie : Ihre Schmerzen in den Fingern haben Sie jetzt seit (nur) 2 Wochen. Wenn Sie an Ihrem gefestigten Spiel etwas verändern wollen (Ihr Koordinationsvermögen erweitern wollen) ist die kürzeste Zeiteinheit in der wir Musiker überhaupt eine spürbare Veränderung registrieren ca EIN HALBES JAHR. Und nun zu dem Unsinn mit dem Holzbrett am Bassdeckel. Da warten Sie doch besser bis zur nächsten Heizperiode... Und hören Sie jetzt endlich auf Ihr Akkordeon umbauen zu lassen, das löst Ihre Probleme nicht ! Sie werden es immer weiter umbauen lassen - Stichwort Schönheitsoperation. Wenn Sie den Tastenfederdruck verringern lassen freut sich die Werkstatt und sonst niemand, denn das Akkordeon wird undicht und die Kompression schlechter, die Fingerschmerzen aber werden Ihnen bleiben. 2.) Technisch. Ihr Akkordeon paßt Ihnen nicht. Ich behaupte : Sie hätten vermutlich früher oder später auch Spielschmerzen bekommen wenn Sie auf einer XYZINI gespielt hätten. Suchen Sie nicht weiter den Fehler am Akkkordeon. Wenn Sie mit Ihrem Akkordeon glücklich sein wollen müssen Sie Ihr Instrument erst einmal annehmen und keinen Fehler dort suchen (ihm keine Schuld zuweisen). Sollten Sie trotzdem LANGFRISTIG feststellen daß es doch nicht das richtige Akkordeon ist (Es soll ja tatsächlich Akkordeonhersteller geben die glauben es würde reichen ein paar A-Mano Stimmplatten mit etwas Mechanik in eine Holzkiste hineinzupacken, vorne einen X-beliebigen Namen draufzukleben, gnadenlos alles zusammenschrauben was bestellt wird, in Wirklichkeit aber unter Konstruktionsverirrung leiden und von Ergonomie keinen blassen Schimmer haben), dann müssen Sie das Instrument wechseln. Aber bis dahin sollten Sie eine längere Beobachtungsphase einplanen, sehr sorgfältig vorgehen aber vor allem sich an die richtigen Fachleute wenden, anstatt ständig von irgendwelchen Akkordeonbastlern am Instrument herumpfuschen zu lassen. (Es soll ja Akkordeoreparateure / Flüsterer geben die glauben noch siebengescheiter zu sein als der Hersteller selbst). Musiker sind nicht die besseren Akkordeonbauer sondern Anwender. Bei PIGINI ist es jedenfalls so : Der Musiker kann sein Akkordeon personalisieren, PIGINI konstruiert es ! 3.) Psychologisch. Ich merke bei Ihnen eine gewisse Frustration, denn Ihr schmerzbelastetes Spiel funktioniert (aus welchen Gründen auch immer - im Moment weiß es keiner - und machen Sie sich das klar - es kann auch keiner was dafür) nicht so wie es soll und Sie suchen einen Ausweg. Das ist ebenfalls ganz normal ! Es besteht jedoch die Gefahr daß Sie Ihre Spielschmerzen noch vergrößern wenn Sie sich daran festbeißen und an nichts mehr anderes denken (können). Beschäftigen Sie sich in Ihren Ruhephasen mit etwas ganz anderem als der Musik und versuchen Sie Abstand zu gewinnen (Künstlerpause / Auszeit). SUCHEN SIE KEINE FEHLER UND KEINE SCHULDIGEN, nicht bei sich und nicht beim Instrument. Akzeptieren Sie zuerst einmal daß jetzt eben Schmerzen da sind und nehmen Sie diese als ganz normale, momentane Beeinträchtigung Ihres Spiels an ohne dagegen mit aller Gewalt anzukämpfen. Erst dann schaffen Sie für sich eine Voraussetzung damit umzugehen und Ihre Spielschmerzen langfristig auch wieder loszuwerden. Alles weitere zu Spielschmerzen finden Sie hier >> learn more

Unser Kind braucht jetzt bald ein größeres Akkordeon. Sollen wir da gleich eine Nummer größer kaufen, vielleicht wächst es ja schnell hinein. Oder sollen wir unser Altes herrichten lassen ?

Diese Frage brennt allen Eltern auf den Nägeln. Erstens geht es um viel Geld und zweitens weiß man ja nicht, wie lange das Kind noch Akkordeon spielt. Also was tun ? Mit dem "Hineinwachsen" eines Kindes in ein Akkordeon das eigentlich eine Nummer zu groß ist, ist ein Risiko verbunden. Größere Akkordeons brauchen höheren Energieeinsatz beim Spiel. Nicht nur das Gewicht ist höher, auch zur Führung des Balgs wird eine größere Kraft abverlangt als bei kleineren Instrumenten. Aus der Physik wissen wir : "Druck ist Kraft pro Fläche". Sollen die Stimmplatten im Akkordeon also mit gleichem Luftdruck versorgt werden muß bei vergrößerter Balgquerschnittsfläche (bei einem größeren Akkordeongehäuse) die Kraft im Arm zunehmen. Kleine Kinder mit zierlichem Körperbau verlieren da schnell die Lust wenn es in der Schulter und den Armen schmerzt und hören das Akkordeonspiel im schlimmsten Fall ganz auf. Dennoch gibt es Grenzfälle wenn z.B. ein Kind schnell heranwächst kann diese Phase von kurzer Dauer und schnell überbrückt sein, ohne den Schüler dabei zu überfordern. Grundsätzlich ist es aber NICHT zu empfehlen einem Kind ein Akkordeon zu verpassen das eine Nummer zu groß ist, auch wenn es finanziell noch so attraktiv scheint. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle, denn der Preis dafür kann sehr hoch sein ! Sie sollten auf jeden Fall folgendes wissen : Der erste Musiklehrer und das erste Instument spielen in der Musikpädagogik eine ganz wichtige Schlüsselrolle, denn sie sind maßgeblich ausschlaggebend für die PRÄGUNG und die gesamte musikalische Weiterentwicklung Ihres Kindes. Etwas deutlicher ? Wer auf einem Schrotthaufen Akkordeon spielen lernt gewöhnt sich an einen Schrotthaufen und wird von Anfang an musikalisch versaut. Und so spielt er dann noch wenn er 80 ist, er hatte ja keine anderen Möglichkeiten. Traurig aber wahr : Viele Eltern wissen ja gar nicht was sie ihrem Kind antun wenn sie das alte Akkordeon vom (Urgroß)Vater herrichten lassen, es wird ja doch schon noch gut genug sein... Fazit : Wenn Ihr Kind in einer Musikschule Akkordeon lernt und wenn Sie sich in der finanziell glücklichen Lage befinden Ihrem Kind ein neues Akkordeon kaufen zu können, dann sparen Sie nicht an der falschen Stelle und tun Sie das. Manche Akkordeonrecyclingwerkstätten würden Ihnen jetzt vielleicht siebengescheit raten : Neue Akkordeons sind sowieso zu teuer, da schrauben wir doch aus drei Alten eine Neue zusammen, das tuts, und wenn Ihr Kind später mal das Spielen aufhört dann hat es eben keine Lust mehr, dann ist halt der Schüler schuld...  Akkordeonpädagogen sind halt Pädagogen und Akkordeonreparateure sind halt Reparateure - aber das ist eine gaaanz andere Geschichte.... Der Akkordeonschüler ist doch nicht Täter sondern Opfer ! Was hilft Ihnen die beste Fahrschule wenn Sie danach mit einer alten Rostlaube auf den Straßenverkehr losgelassen werden ? Da sind Kollisionen vorprogrammiert und da verlieren Sie schnell die Lust am Fahren. Das ist vorsätzliche Eigensabotage und am Ende ist dann der Schüler schuld, oder der Autoverkäufer, der KFZ Mechaniker oder wer sonst ? Ja aber ... wer zuerst mal auf einer alten Rostlaube fahren lernt kann doch später auch locker eine Luxuskarosse oder einen Sportwagen fahren. Mag sein. Beim Akkordeonstudium ist es genau anders herum. Ein Akkodeonschüler der das Lernen neu anfängt, braucht eigentlich von Anfang an das BESTE Handwerkszeug und die BESTMÖGLICHEN Bedingungen. Ja früher war das anders. In unzähligen Akkordeon Beratungsgesprächen hört man immer wieder die gleichen Lebensgeschichten : "Früher durften wir kein Musikinstrument lernen, da mußten wir Kinder mit hinaus aufs Feld und bei der Ernte helfen, und abends dann im Stall, außerdem war für ein Akkordeon kein Geld da, das war viel zu teuer...und heute bin ich 66 (da fängt das Leben an) und würde so gerne besser spielen können, ach hätte ich als Kind doch nur die Möglichkeit gehabt gleich richtig Akkordeon zu lernen...." So wars früher. Dagegen leben wir ja heute im Schlaraffenland, den Kindern stehen doch jetzt ganz andere Möglichkeiten offen. Also dann noch einmal : Wenn Sie schon für guten Musikunterricht gutes Geld bezahlen dann braucht Ihr Kind halt auch ein gutes Handwerkszeug ! Und zwar das Beste das es kriegen kann !!! Wenn Sie das Talent Ihres Kindes ernsthaft richtig fördern wollen dann geht es eben nur indem Sie ihm auch die bestmöglichen Voraussetzungen dafür schaffen. Einen guten Akkordeonlehrer und ein hervorragendes Akkordeon. Alles andere taugt nichts. Auf jeden Fall sollten Sie mit dem Akkordeonlehrer sprechen, er kennt ihr Kind genau und weiß was das richtige ist. SEHR WICHTIG : Nehmen Sie unbedingt den Akkordeonlehrer zum Beratungsgespräch und Probespiel bei unseren kompetenten PIGINI Fachhändlern mit !!!    Jaaa... aber der hohe Preis...?   Neue PIGINI Akkordeons sind doch so teuer..... STIMMT GENAU ! Und das hat auch seinen Grund ! Ihre Angst daß Sie finanziell ruiniert dastehen falls Ihr Kind einmal das Akkordeonspielen aufhört ist unbegründet. Warum ? Entweder es spielt weiter Akkordeon, vielleicht mit oder ohne Künstlerpause, oder es hört das Akkordeonspielen eben auf. Dann ist aber auch nichts verloren. Sie können sich auf die Schulter klopfen und stolz sein, denn Sie haben bis dahin alles gegeben um das Talent Ihres Kindes in bestmöglicher Weise zu fördern und dafür wird es Ihnen später einmal sehr dankbar sein. Und falls Sie das Akkordeon weiterverkaufen müssen dann können Sie sicher sein daß gerade die guten Schülerakkordeons und Mittelklassemodelle im Gebrauchtmarkt sehr schnell wieder einen Abnehmer finden. 

Ich habe gehört auf einer PIGINI kann man keine Volksmusik spielen ! PIGINI ist nur etwas für Konzertmusiker und taugt nichts für Unterhaltungsmusik ! Stimmt das ?

Mit welcher Akkordeonmarke man welche Art von Musik spielen "kann" oder "sollte" liegt garantiert nicht am Instrument ! Wobei sich das "kann" einzig und allein auf guten Unterricht, also dem Reifegrad Ihrer Ausbildung auf dem Akkordeon, und das "sollte" auf die allgegenwärtigen Klischees drumherum bezieht, derer sich gerne bedient wird wenn die musikalische Argumentation wieder einmal erschöpft ist. Ihre Musik wird auch nicht besser wenn Sie auf einem Akkordeon spielen das vorn einen Aufkleber drauf hat, welcher das in Italien hergestellte Akkordeon nach dem örtlichen Fluß, Ihrem Hausberg oder einem der vielfältigen Alpenheimatlandkrainerechowadlbeißerbuambegriffe verstadelt. Vermutlich kommen solche Behauptungen daher weil PIGINI eben der Marktführer bei Konzertakkordeon und Bayan ist, was im Umkehrschluß natürlich NICHT bedeutet daß PIGINI keine guten Standardbassinstrumente bauen kann. Ganz im Gegenteil ! In PIGINI Standardbass- und Folkloreakkordeons ist die gesamte Erfahrung aus der Konzertakkordeonlinie mit eingeflossen. Die Erfahrung aus der Königsklasse des Akkordeonbaus wird, sozusagen wie im Rennsport auch, in die Serie übernommen so daß auch PIGINI Folklore- Schüler- und Kinderakkordeonmodelle davon profitieren. Manche Alpenakkordeon Hersteller und erst die unzähligen Eigenmarken müssen da noch viel Forschung betreiben und könnten recht froh sein wenn sie bereits auf einen derartigen Wissens- und Erfahrungsschatz von mehreren Generationen im Akkordeonbau stehen würden. Richtiger High-End-Akkordeonbau ist halt doch noch ein bischen mehr als nur eine Mechanik mit ein paar Stimmplatten in eine Holzkiste hineinzupacken und dem Kunden zu fragen ob er dann das ganze lieber in Palisander, Eibe, Erle, Hirschhorn, Gamsbart Optik, Wurzelnuss oder (entschuldigen Sie) im feuergeschwärzten Alpenhüttendesign haben möchte. Behauptungen wie "Eine Zupan ist nichts um in der Kirche Weihnachtslieder (im scharfen Doppeltremolo) zu spielen" hört man dagegen selten. Derlei Behauptungen hört man oft wenn die Bandbreite des Repertoires nicht weit über die Volksmusik hinausreicht, um seine eingene Musik zu unterstreichen und um die unsinnige Abgrenzung zur ernsten Musik voranzutreiben. Umgekehrt hört man aber auch die Argumente der Klassiker, daß das Akkordeon ein Konzertinstument sei und man ja mit dem Akkordeon (auf gar keinen Fall überhaupt nicht !!! ) keine Folklore spielen sollte, weil das dem "Ansehen" des Akkordeons schadet (Ansehen..? ). Gottseidank gibt es keine Akkordeonpolizei sonst würden 99% aller Auftritte vorzeitig abgebrochen. Dem Akkordeon ist das jedenfalls egal was auf ihm gespielt wird. Es steht für die ganze Bandbreite der Stilrichtungen zur Verfügung. Sie können auch auf der Blockflöte Unterhaltungsmusik oder Klassik spielen, dazu braucht es kein Akkordeon. Bestimmte Instrumente genießen eben sehr hohes Prestige und Ansehen, andere weniger. Um Verbesserung sind alle bemüht. In der Regel wissen Akkordeonisten aber ganz genau welches Instrument zu Ihnen und zu Ihrer Musik paßt und welchen Weg sie damit gehen wollen. Um sich zu informieren können Sie Schwätzer und Ja-Sager fragen und sich am Hörensagen orientieren oder sich mit Akkordeonist(inn)en auf musikalischen Niveau und unseren kompetenten PIGINI Akkordeonfachhändlern unterhalten. Machen Sie die Ohren auf und hören Sie genau hin, nach ein paar Takten wissen Sie bescheid. Finden Sie es heraus.

Mein Musikkamerad sagt : "PIGINI ist kein Oberkrainerakkordeon". Stimmt das ?

Gesagt wird viel wenn der Tag lang ist. Und für manche ist der Tag besonders lang. Was ist ein Oberkrainerakkordeon ? Wiener Akkordeon, Balkan Akkordeon, Heimatakkordeon ? Gibts ein Weltakkordeon ? Ernst Mosch Akkordeon ? Das Trompetenecho, die Rauschenden Birken und eine Scarlatti Sonate können Sie jedenfalls auf jedem Akkordeon spielen. Also bevor mein Musikkamerad zu derartigen Statements ansetzt stellt er sich immer breitbeinig hin, krempelt die Ärmel und klappt an den Schulterverbreiterungspolstern die Armwimpel hoch. Zur Beantwortung Ihrer Frage : Die Aussage Ihres Musikkameraden basiert einzig und allein auf seinem ganz natürlichen Nachhahmungsbedürfnis erfolgreicher Musiker unter Zuhilfenahme der uralten Geschichten früherer Akkordeonlegenden. (Nein - bitte jetzt NICHT den Bildschirm einschlagen) Zur Beruhigung erhitzter Gemüter : Der Musik ist das egal. Nicht der Akkordeonhersteller gibt vor was der Musiker mit welchem Modell zu spielen hat sondern der Musiker entscheidet welchen Stil er spielt. Das kann morgen schon ein ganz anderer sein. Das Akkordeon ist nicht heimatgebunden und auch nicht stilgebunden. Das Akkordeon ist ein komplettes Orchester und damit ist alles möglich. Ihr Musikkamerad mag ja bestimmt ein prima Kerl sein, Sie müssen sich aber nicht gleich von weit verbreiteter Meinungsabhängigkeit und allgegenwärtigem Prestigedenken umnebeln lassen, die vorgefertigten Armwimpel anheften und im Kielwasser der Stadelwelle mitschwimmen. Denn das Meer der Musik ist viel tiefer und weiter. Ah ja - Slavko Avsenik spielte übrigens zuerst eine EXCELSIOR, mehr dazu unter "Gebrauchte". Viel Spaß beim Lesen !

Ich will eine 96bässige !!! Mein neues Akkordeon darf nicht mehr als 96 Bässe haben !!!

Mit dieser Einstellung liegen Sie schon mal ganz falsch ! Ja warum denn ? Ganz früher mal, zu der Zeit als Sie vielleicht Ihr erstes Akkordeon gekauft haben, hatten Akkordeon Modellgrößen noch eine fest bestimmte Tonausstattung. Die gilt schon lange nicht mehr. Das ist heute nur noch eine Einschränkung. Außerdem ist das beim Akkordeonkauf gefährlich denn Sie setzen sich selbst unnötige Grenzen und können sich dadurch nicht optimal informieren weil Sie meinen die alten Maßstäbe gelten heute immer noch. Dem ist nicht so ! Also - Mit der Einstellung auf keinen Fall mehr als 96 Bässe haben zu wollen schränken Sie sich von vorne herein schon mal richtig ein, denn Ihnen entgehen wirklich sehr sehr interessante Instrumente von denen Sie gar nichts wissen (wollen). Warum ? Dann lesen Sie mal weiter.

Ich will eine 4chörige 96bässige !!!

Das ist noch viel schlimmer ! Das grenzt schon an Eigensabotage. Bestimmte Akkordeonzahlen werden einfach maßlos überschätzt. Weiterlesen. 

Ist eine 120bässige schwerer als eine 96bässige ?  Akkordeon Zahlenwirrwarr

Willkommen beim mit Abstand weitverbreitetsten Akkordeon Irrglauben. Es ist sehr bedauerlich daß sich ewiggestriges Gedankengut auch offensichtlich ewig hält. Deswegen werden solche Falschwahrheiten aber auch nicht richtiger. Früher glaubte man daß eine "120bässige" auch schwerer sein muß, ein großes Akkordeon darf auch schwer sein. Damals war ja für manche Akkordeonhersteller "Leichtbau" auch noch ein Fremdwort. Heute ist das längst überholt. Das sieht man ganz deutlich an den unzähligen "schweren 120 Bass Bombern" die sich bei den Händlern als gebrauchte Ladenhüter vergangener Zeiten im Regal die Beine in den Bauch stehen. Vielleicht kommt es ja auch daher daß man einfach seine Parallelen zieht - Mein neuer Ferrari mit 120 Zylinder Motor ist ja auch schneller und schwerer als mein alter Käfer mit 96 Zylindermotor. Und mein neues Akkordeon sollte natürlich auch "mehr haben" und "mehr können". Und spätestens jetzt merken Sie : Akkordeon hat sehr viel mit Zahlenwirrwarr zu tun. 41,37,96,120,11,7,5+R ??? Was bedeuten die Zahlen und wo gehören sie hin ? Welche Zahlen machen Sinn und gehören zusammen ? Wiviel Bässe gehören zu wivielen Tasten ? Also das ist ganz einfach, man muß sich nur die Zeit nehmen und etwas lesen. Früher hatten manche Akkordeonhersteller grundsätzlich ihre 41 Tasten Modelle mit 120 Bässen ausgestattet und 37 Tasten Modelle eben nur mit 96 Bässen. Man dachte das macht Sinn und jemand der 37 Tasten spielt braucht eben keine 120 Bässe, dem müssen halt 96 reichen. (Ah ja - manche machen es heute noch so... eine aufgrund eigener Beschränktheit selbst auferlegte Zensur). An diese Zahlenkombinationen hat man sich mit der Zeit einfach gewöhnt. Eine 120bässige war also immer schwerer als eine 96bässige (weil die 120 bässige mehr Tasten hat welche auch ein größeres Gehäuse erfordern). Rein zahlenmäßig paßt das ja auch - kleine Zahl leicht - große Zahl schwer - klingt doch logisch. Früher ja. Heute ist diese konstruktive Einschränkung (mit zwinkernden Blick auf das obige Ferrari Beispiel) - vom modernen Akkordeonbau längst überholt. PIGINI baut 37 Tasten Akkordeons schon immer auch mit 120 Bässen. Und die sind auch nicht schwerer. Beim Zusammenspiel mit Bläsern kann der Akkordeonist mit (nur) 37 Tasten und (vollen) 120 Bässen weiter runter in die b-Tonarten spielen. Und im stehen kann er einige b-Tonarten sogar "oben" spielen dadurch rutscht ihm die Hand am Bassriemen nicht hoch. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Also : DIE ANZAHL DER BÄSSE HAT ÜBERHAUPT NICHTS MIT GRÖSSE UND GEWICHT EINES AKKORDEONS ZU TUN ! Denn die Standardbassmechanik ist bei jedem Akkordeon gleich und die Anzahl der Basstimmplatten ist ebenfalls gleich. Es sind die Basschöre : Grundbass, Beibass, 1. und 2. und evtl. 3. Begleiter, mit je 12 Stimmplatten pro Chor. Eine Erweiterung einer 72bässigen auf 96 oder 120 Bässe macht das Akkordeon also nicht schwerer. Das einzige was genaugenommen gewichtsmäßig dazukommt sind ein paar Knopfschieber mehr für die Bassmechanik. Also etwas mehr Mechanikgestänge und ein paar Knöpfe, ja vielleicht sind es ein paar vernachlässigbare Gramm. Außerdem sieht die Basstufe eines 37 Tasten Akkordeons mit 120 Bässen optisch auch schöner aus weil sie ausgefüllter ist - Geschmackssache. Ein typisches Modell das zu diesem Thema genau paßt, ist und war schon immer das PIGINI Professional P37 Cassotto. Nehmen wir mal an Sie wollen sich ein PIGINI Professional P37 Cassotto zulegen, (aah - jetzt kommt der geschickte Akkordeonverkäufer) dann brauchen Sie sich nicht daran zu stören daß das Instrument 120 Bässe hat. Im Gegenteil Sie bekommen ja letztendlich ein Akkordeon mit - in früheren Dimensionen gedacht - "der Gehäusegröße einer 96 bässigen". Wird also die Akkordeongröße, so wie es früher üblich war, nach der Anzahl der Bassknöpfe bezeichnet bringt dies nur Verwirrung, denn wirklich moderner Akkordeonbau ist heutzutage viel weiter. Und um diese Verwirrung jetzt komplett zu machen : Manche reden umgangssprachlich auch von "Einer 120er im 96er Gehäuse", oder von "Einer 96er mit 120 Bässen". Wobei sich 120 auf die Anzahl der Bässe bezieht und mit "Einer 96er" die kompakte Gehäusegröße eines 37 Tasten Akkordeons gemeint ist die man früher eben immer mit den 96 Bässen kombiniert hat. In beiden Fällen ist damit ein Akkordeon mit 37 Tasten und 120 Bässen gemeint. Spricht man im anderen Fall von "einem Akkordeon im 72er Gehäuse" ist damit ein Akkordeon mit 34 Tasten gemeint. So kompliziert kann es sein. Merke : Abmessungen und Gewicht eines Akkordeons haben folgende logische Zusammenhänge : Die Gehäuse Bauhöhe hängt von der Anzahl der Diskanttasten oder Knöpfe ab. Die Gehäuse Bautiefe hängt von der Anzahl der Chöre ab, ob das Akkordeon Cassotto hat oder nicht, und in wiviel Diskant Klappenreihen die Konstruktion aufgebaut ist. Für Standardbassakkordeons gilt : Basstimmplatten und Bassmechanik sind, mit Einschränkung der Basschöre (4- oder 5chöriger Bass), über alle Modelle hinweg identisch aufgebaut. Mehr oder weniger Bässe bedeuten etwas mehr oder weinger Mechanikgestänge und Knöpfe, haben also keinen Einfluß auf das Gewicht des Akkordeons.

Mein neues Akkordeon muß kräftige Bässe haben !!!

JAAA DOCH, am besten Turboladerbässe mit Nachbrenner und Sauerstoffeinspritzung im Auspuff damit beim musizieren zuhause noch das Parkett mitvibriert. Das ist genauso einseitig wie "Mein neues Auto muß schnell sein". Jetzt hören Sie doch endlich auf ein Akkordeon durchs Schlüsselloch zu betrachten ! Kräftige Bässe allein bringen nichts ! Ausschlaggebend ist eine ausgewogene Klangbalance zwischen rechter und linker Hand. Der GESAMTKLANG muß stimmen ! Das optimale Akkordeon für Sie ist eine ideale Synthese aus Charakteristiken und Eigenschaften die Ihnen wichtig sind um Ihren musikalischen Weg ohne Stolpersteine gehen zu können. Dann werden Sie mit Ihrem neuen Akkordeon garantiert auch Spaß und Freude an Ihrer Musik haben.

Mein neues Akkordeon muß laut sein !!!

Genauso schlimm. Gleiche Antwort wie oben. Wenns trotzdem nicht reicht sollten Sie sich vielleicht einmal mit Mikrofonierung beschäftigen. Aber das ist eine andere Geschichte.

hohnerstimmung Manche Musiker meinen hartnäckig - aus welchen Gründen auch immer - daß ein Akkordeon vom Hersteller Pigexcborbugmeistersinellicinarrot (humbughini) nicht in ein hohner Akkordeonorchester hineinpaßt weil es keine hohnerstimmung hat. FALSCH - eine hohnerstimmung gibt es obwohl sie umgangssprachlich verwendet wird NICHT. Warum ? Die einzige Akkordeonstimmung die existiert ist die gleichschwebend temperierte Stimmung und diese wurde nicht von hohner, sondern von Johann Sebastian Bach entwickelt (Das wohltemperierte Klavier). Eine Akkordeonstimmung ist also kein Hexenwerk, oder ein besonders gehütetes Geheimnis, wie es leider heute immer noch viele Akkordeonhersteller und Reparateure ihren Kunden mit Werbeaussagen wie Spezialstimmung, Oberkrainerstimmung, Solistenstimmung oder Orchesterstimmung.... glauben machen wollen. Akkordeons spielen tatsächlich in der gleichen Stimmung wie alle andere Musikinstrumente und diese ist gleichschwebend temperiert. Die Akkordeonstimmung ist eigentlich nur die reine Mathematik, sonst nichts - nicht mehr und nicht weniger. In Zahlen die 12te Wurzel aus 2 bezogen auf den Kammerton, und kein Geheimnis und bestimmt kein Verkaufsargument für ein Akkordeon. Umgangssprachlich wird mit hohnerstimmung nur das Schwebungstempo des Tremolos bezeichnet wobei ein Akkordeonorchester angepaßtes Schwebungstempo gemeint ist. Es ist heute jedem Akkordeonhersteller möglich ein vom Kunden gewünschtes Schwebungstempo so einzustimmen daß das Schwebungstempo zum Akkordeonorchester paßt. Der Klangcharakter des Akkordeons wird aber von den Amplituden der Teiltöne (Obertöne) im Klangspektrum bestimmt und dieser ist natürlich reine Geschmackssache, denn Klang kann man schlecht diskutieren. Da muß man schon genau hinhören um herauszufinden ob er einem gefällt.

Ich will die besten Stimmplatten !

Um Gotteswillen ! Bitte nicht ! Der Platz auf dieser Webseite reicht nicht aus um das Thema Stimmplatten nur ansatzweise zu behandeln, sonst lesen Sie heute Nacht noch. Es geht doch nichts über ein gutes Beratungsgespräch mit unseren absolut kompetenten PIGINI Akkordeonspezialisten im Fachhandel ! Ohne jetzt in den Ameisenhaufen zu stechen und einen shitstorm auszulösen nur soviel in Kürze : Die Stimmplatte wird leider von vielen Akkordeonisten sehr einseitig und isoliert betrachtet, heißblütig diskutiert, verteidigt, hochstilisiert, mystifiziert und auch noch maßlos überschätzt. Über Stimmplatten wird viel zuviel geredet und es gibt unzählige Stimmplattenflüsterer die nicht müde werden ihr Halbwissen in wunderschöne Stimmplattengeschichten zu verpacken und sensationsversessen an den Mann zu bringen. Und je älter das Akkordeon umso größer sind die Märchen. Uralten Stimmplatten werden wundersame und mystische Klangeigenschaften zugeschrieben die mit der realer Physik und angewandter Akustik nichts zu tun haben. JETZT HÖREN SIE DOCH MAL GANZ GENAU ZU : "Die allerbesten Stimmplatten alleine helfen Ihnen auch nichts wenn das "Drumherum" nichts taugt !" Um die Stimmplatten herum gibt es noch etwas viel wichtigeres. Genau ! Das Akkordeon ! Und da fängt das ganze erst an. Wer das Akkordeon durch die Stimmplatte betrachtet hat nichts verstanden.

Tremolo

Also gut - dann eben jetzt doch noch etwas zum heiligen Thema "Akkordeonstimmung". Wenn wir jetzt also nach langem Suchen und Besinnen endlich einmal die richtigen und natürlich die allerbesten Stimmplatten der Welt für unser Akkordeon, das wir uns bauen lassen wollen, gefunden haben (die auch noch extra - natürlich ausschließlich von Hand angefertigt, und garantiert nur für unser Akkordeon ganz alleine und sonst nichts, von einem uralten Mann der ganz alleine draußen zurückgezogen im finsteren Wald sitzt und mit Geheimwerkzeugen die niemand sehen darf arbeitet und weiß wie man die allerbesten Stimmplatten der Welt macht, solche Stimmplatten die niemand sonst auf der ganzen Welt machen kann, auch die besten italienischen Hersteller nicht, vielleicht noch der alte gola aber der ist ja schon gestorben deshalb gibt es ja heute keine gola Stimmplatten mehr die was taugen bis auf die paar die in seinen früheren Akkordeons noch eingebaut sind, aber 20% davon sind verrostet und weitere 20% abgerissen, ach wenn man die nur alle ausbauen könnte um neue Akkkordeons drumherumzubauen... ja und weil der uralte Mann im finsteren Wald der einzige auf der ganzen Welt ist der sowas kann, und andere können das ja sowieso niemals lernen, den aber komischerweise niemand kennt, gerade deswegen ist es ja ein Geheimtipp, ( Hilfe..!! .  ich kann nicht mehr..!!. )      - hergestellt wurden...)    dann müssen wir diese Stimmplatten jetzt nur noch stimmen.     Na endlich !  Oben steht : Die Akkordeonstimmung ist eigentlich nur die reine Mathematik, sonst nichts - nicht mehr und nicht weniger. In Zahlen die 12te Wurzel aus 2 bezogen auf den Kammerton. Aber halt - da ist ja noch das Tremolo, dem man wundersame Klangeigenschaften zuschreibt und das in der Lage ist ein Akkordeon so unverschämt gut und unkopierbar einzigartig zu personalisieren.       Geschafft.       Ende der Einleitung. Na Gottseidank. Und jetzt bewegen wir uns vom schönen Akkordeon Stimmplattenmärchen wieder langsam in Richtung wahre Realität.              Im Musiklexikon wird das "Tremolo" bezeichnet als "die möglichst schnelle Wiederholung des gleichen oder eines Nachbartones oder eines Akkordes", bei Streichinstrumenten durch raschen Bogenwechsel, beim Klavier wird durch schnelles Anschlagen der Tasten "tremoliert" damit der Ton nicht verklingt. Beim Akkordeon trifft diese Beschreibung NICHT zu. Das Tremolo wird beim Akkordeon durch Schwebung erzielt, durch eine absichtlich von der gleichschwebend temperieren Stimmung abweichende, verstimmte, separate Zungenreihe, den Tremolochor. Durch Zusammenklang von auf Null gestimmter 8 Fuß Zunge und der 8 Fuß Tremolozunge entsteht eine Schwebung. Die Schwebung ist ein Sonderfall der Überlagerung. Durch die Überlagerung zweier eng benachbarter Frequenzen (den Zusammenklang zweier 8 Fuß Tonzungen) entstehen physikalisch zwei Schwebungsfrequenzen. Eine Schnelle (f1+f2):2, das ist die halbe Summenfrequenz, und eine Langsame (f1-f2):2, die halbe Differenzfrequenz, das ist die Frequenz der Hüllkurve. Addiert man diese beiden Frequenzen in einer grafischen Kurve, sieht man daß sich die Augenblickswerte der (beim Akkordeon nicht rein sinusförmigen) Wellen gegenseitig periodisch verstärken und abschwächen (auslöschen). Es entsteht Amplitudenverstärkung und Amplitudenabschwächung. Die Hüllkurve ist das was man als hörbare "Tonbewegung" wahrnimmt und sieht in etwa aus wie mit den spitzen Enden aneinandergereihte Rugby-Bälle auf einer Zeitachse. Rechenbeispiel : Es kingt die Akkordeontonzunge a1 als auf Null gestimmte 8 Fuß Grundreihe mit 440Hz (Kammerton a1) zusammen mit der dazugehörigen a1 Tremolozunge von 442Hz, also eine um 2Hz verstimmte, von der Grundreihe abweichende Tonzunge. (höhergestimmt = Obertremolo, tiefergestimmt wäre Untertremolo). Die halbe Summenfrequenz=(f1+f2):2=(442+440):2=441Hz. Das a1 hat jetzt nicht mehr 440Hz sondern 441Hz. Diese Beschreibung gilt für 2 Tonzungen, man spricht hier auch von einem einchörigen Tremolo (es schwingen 2 Tonzungen, die Grundreihe und eine Tremolozunge). Hat man jetzt die Grundreihe mit 440Hz und 2 weitere Tremolozungen, eine oberschwebende mit 442Hz (Obertremolo) und eine unterschwebende mit 438Hz (Untertremolo) spricht man von einem Doppeltremolo. Beim Zusammenklang von 3 Tonzungen bleibt dann das a1 auf 440Hz stehen und es findet keine Verstimmung statt, wenn das Tremolo symmetrisch gestimmt ist. Die Frequenz der Hüllkurve ist die Schwebungsfrequenz = (f1-f2):2=(442-440):2=1Hz. (An dieser Stelle denken die Handzuginstrumentenmachermeister - so ein Quatsch das stimmt doch nicht, denn ich höre doch 2Hz - stimmt aber doch !) Denn eine Frequenz ist definiert als periodische Wiederholung eines wiederkehrenden Zyklus. Ein voller Zyklus (eine Periode) der Hüllkurve beginnt beim Wellenberg, geht durchs Wellental und wieder bis zum Wellenberg. Innerhalb EINER Periode der Hüllkurve hören Sie also ZWEI Tonverstärkungen. Anders betrachtet geht ein voller Zyklus (eine Periode) der Hüllkurve vom Wellental über den Wellenberg und wieder bis zum Wellental. Dann hören Sie innerhalb EINER Periode der Hüllkurve ZWEI Tonauslöschungen. Mit anderen Worten : Sie hören einen Ton von 441Hz der im Rhythmus von 1Hz lauter und leiser wird (schwebt). Bei einer Schwebungsfrequenz von 1Hz hören Sie also 2 Tonverstärkungen (oder Auslöschungen) pro Sekunde, das sind 2 hörbare Schwebungen pro Sekunde oder hochgerechnet 20 hörbare Schwebungen in 10 Sekunden. Erkenntnis : Man hört immer die DOPPELTE Schwebungsfrequenz. Aber man glaubt natürlich immer was man hört und das wird umgangssprachlich dann fälschlicherweise eben als "Schwebungsfrequenz" oder "Tremolofrequenz" bezeichnet, was aber so nicht stimmt. So kompliziert kanns Akkordeon sein (wenn man will)...

Welches Tremolo soll mein neues (PIGINI) Akkordeon haben ?

Beim Tremolo muß man genau unterscheiden, hier gehts zur Schwebungsberechnung. Die beste Methode ein Tremolo anzugeben ist in "hörbaren Schwebungen innerhalb 10 Sekunden beim Kammerton a1", denn das ist für jeden mit einer Uhr nachvollziehbar, handelsübliche Stimmgeräte sind zu grob und Profigeräte haben die wenigsten zur Verfügung. Die folgenden Zahlen geben die "hörbaren Schwebungen innerhalb 10 Sekunden beim Kammerton a1" an (das ist die DOPPELTE Schwebungsfrequenz) und sind keine alleingügltigen Angaben sondern als Empfehlung zu betrachten. 5chörige Standardbassinstrumente liegen bei ca 28 - 30. 4chörige bei ca 34 - 36. Alpenoberkrainermodelle bei ca 36 - 38. Alles was drüber ist geht in Richtung (agressives) franz. Mussette. Diese Angaben zählen zum Bereich Unterhaltungsmusik und Folklore, also für Standardbass- und Folkloreakkordeons. PIGINI Convertorinstrumente werden wegen der musikalisch klassischen Ausrichtung serienmäßig mit Nullschwebung (Nulltremolo) man sagt auch "unisono" (alle Chöre auf Nullschwebung oder schwebungsfrei) gestimmt. 4chörige Convertorinstrumente mit Cassotto in unisono Stimmung haben also zwei auf Null gestimmte 8 Fuß Chöre, einen weich klingenden im Cassotto und einen spitz, direkt klingenden außerhalb des Cassottos. Der Musiker kann diese beiden unterschiedlichen Klangfarben über die Registermaschine mit allen anderen Chören kombinieren, was attraktive Klangfarben (nicht nur) für die klassische Musik ermöglicht. Umgangssprachlich wird bei Convertorinstrumenten der 8 Fuß Chor außerhalb des Cassottos übrigens, wie es bei Standarbassinstrumenten üblich ist, ebenfalls als "Tremolo" bezeichnet, obwohl bei diesem schwebungsfrei gestimmten Chor ja gar kein Tremolo erklingt. Korrekter ist hier die Chorbezeichnung "8 Fuß außerhalb des Cassottos". Falls eine Schwebung bei Convertorinstrumenten gewünscht wird (vielleicht weil damit auch Unterhaltungsmusik gespielt wird) gehen der Erfahrung nach die Musiker beim Schwebungstempo bis MAXIMAL 25 hörbare Schwebungen innerhalb 10 Sekunden beim a1, eher noch niedriger. Das hängt ganz vom persönlichen Geschmack und der Musikliteratur ab. Beim Zusammenspiel mit Saiteninstrumenten (klassisch oder Stubenmusi) kann man ein Tremolo von (deutlich) unterhalb 20 empfehlen, damit der Akkordeonklang nicht zu stark dominiert, außer es ist gewünscht. Aber da gehen die Ansichten oft weit auseinander... Alles bisher beschriebene gilt nur für einen einzigen Ton, den Kammerton a1. Zu hohen Noten hin wird das Schwebungstempo des Tremolos schneller, zu tiefen langsamer eingestimmt. Die Zunahme des Schwebungstempos über den Tonumfang zu höheren Noten hin drückt sich in der Schwebungskurve aus und bestimmt den Klangcharakter des Akkordeons. Soviel zur Theorie. Und jetzt noch zu einen häufigen Tremolo Irrtum. Das Schwebungstempo wird allzuoft nur mathematisch betrachtet, das reicht aber nicht aus. Bei qualitiativ schlechten, obertonarmen Stimmplatten mit großen Luftspalt und dumpfen Klang ohne Brillianz muß man das Schwebungstempo verhältnismäßig stark "aufdrehen" damit das Akkordeon überhaupt noch einigermaßen attraktiv klingt. Bei A-Mano Stimmplatten kann man sich ein (sehr) niedriges Schwebungstempo "leisten" weil die Stimmplatte selbst bereits genügend Klangbrillianz mitbringt. Das Schwebungtempo ist also keine rein mathematische Größe sondern immer in Verbindung mit der jeweiligen Stimmplattenqualität zu betrachten. Und ein Doppeltremolo bei dem die Grundreihe im Cassotto liegt klingt eben auch weicher und weniger direkt als wenn sie außen auf der Planfüllung sitzt, wie z.B. bei franz. Mussette Akkordeons oder der Steirischen. Wenn Sie Ihr Akkordeon neu stimmen lassen möchten und dazu einen Klangeindruck eines Schwebungstempos haben wollen, dann gehen Sie am besten zum Akkordeonfachhändler und hören sich Schwebungstempo und Schwebungskurve (Tremolocharakteristik) verschiedener Akkordeonmodelle an. Wenn Sie ein anderes Tempo wollen, dann lassen Sie sich in der Werkstatt einen Akkordeonton auf das gewünschte Schwebungstempo einstimmen, dann bekommt man einen ungefähren Eindruck davon welches Tremolo einem gefällt. Diese ganze Tremolo Mathematik muß nun dafür herhalten um landestypische Tremolobezeichnungen wie Tremolo Americano, Orchestertremolo, Oberkrainertremolo, Solistentremolo, Wiener Tremolo, Bayrisches-, Fränkisches-, Hamburger- und Sächsisches Tremolo, und was sonst alles noch...ach ja, das absolut kopiergeschützte "Geheimtremolo" das nur der einzige und allerbeste Profilierungsmusiker hat und welches sein Akkordeon Wunderstimmungsflüsterer auch keinem Anderen nicht verraten und schon gar nicht einstimmen darf, ... zu beschreiben. Im Grunde handelt es sich aber nur um die Angabe eines Schwebungstempos und einer Schwebungskurve. Also Mathematik, gute Ohren und gesunder Menschenverstand. Mehr ist es nicht.

Was sind PIGINI Turbo Stimmplatten ?

PIGINI Turbo Stimmplatten wurden durch intensive Klangforschungen im Hause PIGINI mit der Zielvorgabe "größere Schallamplitude" bei gleichzeitig "höherem Obertonspektrum" entwickelt. Die patentierten PIGINI Turbo Stimmplatten wurden erstmals beim Konzertbayan PIGINI NOVA eingesetzt und sorgen auch im Modell PIGINI CARUSO für unerreicht druckvollen und absolut satten Cassottosound. Soviel können wir an dieser Stelle verraten, mehr Details über die patentierten PIGINI Turbo Stimmplatten finden Sie im PIGINI Katalog >>> learn more

Ich bin schon 75, für mich rentiert sich doch kein neues Akkkordeon mehr !

Mein lieber Herr Gesangverein. Heimat deine Sterne. Gehen Sie mit 85 wenns schmerzt auch nicht mehr zum Zahnarzt ? So lange werden wir es schon noch aushalten ??? Für das bischen was ich noch... und überhaupt wer weiß wie lange.... ?   Nun - gerade im fortgeschrittenen Alter wird es immer wichtiger die Ihnen noch zur Verfügung stehenden Lebensjahre mit der maximalen Freude und dem größtmöglichen Spaß an der Musik zu erfüllen. Dafür ist mir doch das allerbeste Handwerkszeug gerade gut genug ! Und jetzt kommen Sie mir blos nicht mit "Eine Alte ist besser als eine Neue". Die ernüchternde Antwort darauf steht weiter unten. Ein geschickter (PIGINI) Akkordeonverkäufer würde jetzt vielleicht noch sagen : Ewig schade. In jungen Jahren hatten Sie kein Geld und jetzt im Alter wollen Sie auch keins mehr ausgeben. Nun - da muß jeder selbst wissen mit was er zufrieden sein kann. Leider wissen viele nicht was ihnen entgeht, plagen sich mit der alten Schlagbohrmaschine noch ewig herum und hören frustriert und früher als nötig das Spielen auf. Wenn Sie mir die Bemerkung erlauben : Ein Qualitätsakkordeon können Sie auch einmal vererben. Dann werden diejenigen die nach Ihnen darauf spielen bestimmt genauso viel Freude an der Musik haben.

Mein Nachbar sagt er hat das weltbeste Akkordeon überhaupt und ich muß unbedingt das gleiche kaufen

Nun, es freut mich sehr daß Ihr Nachbar mit seinem Akkordeon so wunderbar zufrieden ist. Das kann bestimmt nicht jeder von sich sagen. Aber ich kenne Ihren Nachbarn natürlich nicht. Ich vermute mal er ist Anwender. Denn solche Statements kommen fast immer von der Gewöhnung an ein bestimmtes Instrument und stärken natürlich die Eigenbekräftigung ungemein. Man meint eben überzeugungsbewußt daß das eigene Akkordeon auch für andere optimal sein muß, weil es einem selber ja so gut paßt. Gottseidank sind nicht alle Menschen gleich. Würden Sie sich von einem Arzt operieren lassen der sein Wissen autodidaktisch erworben hat ? Ein Vogel ist kein Ornithologe.

Wie transportiere ich mein Akkordeon im Flugzeug ?

Stimmt es daß ein P Akkordeon besser als ein B Akkordeon ist ?

JA KLAR DOCH. Solchen Blödsinn hört man immer wieder. Ganz früher mal als Karl Moick noch den Stadl moderierte da hieß es "Zupan ist besser als Hohner". Ein Akkordeon kann nicht "gut" oder "schlecht" sein ! Hören Sie doch auf ein Akkordeon zu personifizieren !  (Ich konnte ihr einfach nicht wiederstehen, wie sie mich angesehen hat...hach ... ich mußte sie einfach kaufen... und jetzt ... schluchz... schaut sie mich immer noch so an)      Ja zum.... wie soll sie denn sonst auch schauen ? Mir wurde bei der Stimmung eines PIGINI SIRIUS Konzertbayans allen Ernstes einmal die Frage gestellt : "Glauben sie ein Akkordeon kann sterben" ? Ein Akkordeon ist kein Mensch ! Eine Steirische übrigens erst recht nicht ! Ein Akkordeon ist ein Handwerkszeug um die Sprache der Musik auszudrücken und es hat auch keine eigene Persönlichkeit sondern eigene Charakteristik und Eigenschaften. Manche Akkordeons haben sehr angenehme Eigenschaften, manche weniger, manche sind eben nur eine Ansammlung von Material. Welche Eigenschaften für Ihren musikalischen Weg die richtigen sind kann ich Ihnen hier nicht beantworten. Es kann in der Musik übrigens sehr vorteilhaft sein die Begriffe "gut", "besser" und "schlechter" durch "anders" zu ersetzen. Die einzige Persönlichkeit die in diesem Zusammenhang erwähnenswert ist, ist der Musiker. Denn er bestimmt was geschieht und nicht das Instrument.

Ist ein Akkordeon Topmodell nicht viel zu gut für mich ? Was meinen Sie ?

Meinen Sie ein Herr im fortgeschrittenen Alter ist von einer viel jüngeren Frau von vorne herein überfordert oder kann er das selbst entscheiden ? Also noch einmal ganz deutlich : "Das Akkordeon ist keine Person". Zu gut und zu schlecht gibt es nicht. Das Akkordeon ist was es ist. Ein Musikinstrument. Nicht mehr und nicht weniger. Aber ins Akkordeon wird natürlich viel hineininterpretiert und jeder sieht darin was er sehen will. Imaginäre Akkordeon Modellklassen haben vielleicht mit Rangordnung auf der Stufe der Leiter des Ansehens zu tun. (Die Anfänger spielen eine C..., die Fortgeschrittenen eine At..., die guten eine m... und die ganz guten eine g... - aber so gut werden wir ja sowieso nie, außerdem darf man ja darauf keine Folklore mehr spielen) Die Philosophie von PIGINI zu diesen bedauerlichen aber weitverbreiteten Akkordeonklischees ist eindeutig. Bereits im Jahr 2000 hatten wir ein Werbeprospekt gedruckt mit der Titelzeile : "Was hat eine berühmte Konzerthalle mit einer Folkloregruppe gemeinsam " ? Die Antwort auf der Rückseite lautete : "Das Akkordeon". Klassifizierende Erwartungshaltung kann nicht vorgeben welche Musik man auf welchem Akkordeonmodell spielen darf oder sollte, sondern der Musiker entscheidet was gespielt wird. Und im allgemeinen wissen Musiker wirklich sehr gut und ganz genau was gespielt wird. Bei PIGINI steht der Mensch und seine Musik im Vordergrund. Mit "zu gut" oder "zu schlecht" hat das alles überhaupt nichts zu tun. Und wenn Sie mir diese Bemerkung noch gestatten : In diesem Zusammenhang kann es bestimmt nicht schaden wenn man den aus hierarchischen Absichten ersonnenen allgegenwärtig umhergeisternden polarisierenden Mystifizierungsversuchen neutral gegenübersteht. Wenn sich einer einen Maserati kauft weil er sich an dem schönen Auto erfreut, ihn aber nur zweimal im Jahr an seinem Geburtstag und an Weihnachten fährt, ist doch nichts dagegen zu sagen wenn er damit glücklich ist. Er muß auch nicht Schumacher heißen.

Kann ich mit einem neuen Akkordeon auch besser spielen ?

Oh - das würde einen geschickten Akkordeonverkäufer wie mir wirklich sehr gefallen. Da würden die von uns autorisierten PIGINI Fachhändler alle zu Mega- und Gigastores aufblühen. "Besser spielen" ist ein sehr weit gefaßter Begriff, da müssen wir schon genau differenzieren. Ein neues Akkordeon läßt sich leichter bespielen und handhaben und unterstützt Ihr Spiel in bestmöglicher Weise. Es kommt Ihnen also sehr entgegen weil Ihnen ein ausgezeichnetes Handwerkszeug auch optimale Voraussetzungen bietet um Ihren musikalischen Weg gehen zu können. Ihr Spiel bekommt damit bessere Weiterentwicklungsbedingungen. Deswegen werden Sie aber nicht gleich doppelt so gut spielen können. Wenn Sie das wollen dann sparen Sie das Geld vorerst einmal und suchen sich einen guten Akkordeonlehrer. Mit fortschreitendem Studium werden Sie immer besser einschätzen können was Sie genau brauchen. Ihr Spiel können Sie auch auf einem Feuerholzakkordeon voranbringen. Der nächste Winter kommt bestimmt. Falls Sie sich in einer finanziell glücklichen Lage befinden müssen Sie sich das aber nicht unbedingt antun. Gehen Sie in die Fußgängerzonen und hören Sie den russischen Bayanvirtuosen zu.

Soll ich mein neues Akkordeon schonen ?

Nein. Damit würden Sie sich selbst einschränken und um die größte Freude bringen. Der Gedanke liegt zwar nahe denn gute Akkordeons kosten ja nicht wenig. Wenn Sie das bestmögliche musikalische Leistungsvermögen erreichen wollen ist es ratsam bei einem Akkordeon zu bleiben. Und der Zugewinn an musikalischer Erfahrung und die Freude am Musizieren die Sie haben werden bis Sie ein Instrument nach vielen Jahren überholungsbedürftig gespielt haben ist nicht mit Gold aufzuwiegen, vom Applaus einmal ganz zu schweigen.

Ich möchte mir ein 5chöriges Akkordeon kaufen, soll ich eine gebrauchte M Morino nehmen ?

Ist ein guter alter deutscher VW Käfer immer noch besser als ein nagelneuer italienischer Ferrari ? Auch dann wenn er schon bald auseinanderfällt ?

Wenn Sie mehr zum Thema Morino Modellgenerationen, Morino M gebraucht kaufen ??? Und die uralten Akkordeonruhmesgeschichten.. Genau ! Die von der alten gola ! Die noch selbst gebaut wurde... erfahren wollen, dann ziehen Sie sich warm an und lesen Sie auf unserer Webseite unter "Gebrauchte" was Sache ist. Viel Spaß !

Wurde meine Morino bei EXCELSIOR hergestellt ?

Alles über die von EXCELSIOR hergestellten Morinos für hohner und die Gewa Modelle finden Sie unter Gebrauchte. 

Stellt PIGINI Hausmarken oder Eigenmarken her ?

Nein denn PIGINI hat bereits einen sehr guten Namen. Da muß man sich auf keine Experimente einlassen. PIGINI Akkordeons werden in der bewährten Top-Qualität mit dem Namen "PIGINI" in der vom Kunden gewünschten Ausstattung ausgeliefert.

Ich glaube italienische Akkordeons taugen nichts !

Na endlich ! Auf diese Bemerkung hab ich schon lange gewartet ! Glauben sollten Sie wirklich nur in einem religiösen Zusammenhang. Manche Dinge müssen wir verstehen, manche Dinge können wir nur erfahren. Mit "Glauben" hat das alles aber nichts zu tun ! Leider muß man immer wieder feststellen daß polarisierendes Schwarzweiß - Denken viel weiter verbreitet ist als Vernunft oder Einsicht. Deswegen geht aber Deutschland nicht unter. Italien erst recht nicht. Bei PIGINI steht übrigens einzig und allein der Musiker im Mittelpunkt. Nicht etwa eine instrumentenbezogene Ideologie aus verzweifelten "Kultivierungsversuchen", verkrampften Missverständnissen, Irrwegen und Klischees.

Soll ich ein Markenakkordeon eines renommierten Herstellers oder eine Eigenmarke kaufen ?

Das kommt ganz darauf an, manche tun es andere wollen es nicht. Die folgende überlieferte Akkordeongeschichte haben Sie vielleicht schon einmal als Mund - zu - Mund - Empfehlung gehört. Nein, sie beginnt nicht mit "Es war einmal" sondern so : Tief im finsteren Wald, ganz weit draußen da sitzt einer der baut die besten Akkordeons der Welt. (Pause) Aber (Pause) Keiner kennt ihn. (Pause) Soll ich für Dich den Kontakt zu ihm herstellen ?  (laaange Pause).  Märchen sind ja so gut für die Seele aber wachen Sie doch auf. Alle Akkordeon Eigenmarken werden in der Praxis entweder direkt beim Hersteller in Auftrag gegeben und fix und fertig eingekauft oder es werden die Komponenten z.B. in Italien oder Fernost eingekauft, zusammengesetzt und irgendwo fertig montiert. Jetzt noch schnell ein Namensschild vorn drauf und schon kann die eigene Preisliste gedruckt werden. Und schwuppdiwupp schon ist man etwas unabhängiger von Google geworden. Funktioniert übrigens prima im Folklorebereich, im Standardbassbereich schon zäher, bei Konzertakkordeons gar nicht. Über Kleinserien kommen die meisten nur schwer hinaus. Die Wertbeständigkeit sollte man sich genau anschauen denn der Wiederverkaufswert scheitert oft am unbekannten Markennamen und liegt in vielen Fällen auch deutlich unterhalb renommierter Akkordeon Markenhersteller. Die Listenpreise sind dagegen oft gleich oder höher. Entscheiden Sie. Ein paar Stimmplatten mit einer Mechanik versehen, in eine Holzkiste hinein packen und vorne einen Namen draufkleben das können viele. Eine Akkordeon Qualitätsmarke aufzubauen dauert mehrere Generationen.  

Ich komme beim Akkordeonkauf im Internet nicht mehr weiter, was soll ich tun ?

Kein Wunder ! Wiviele Stunden surfen Sie schon ? Mit wiviel Kannen Kaffee ? Mit Klicken und Wischen alleine hat noch keiner das richtige Akkordeon gefunden. Vielleicht ist es jetzt doch an der Zeit den Allerwertesten einmal hochzuheben und zum PIGINI Fachhändler zu gehen. Wer diesen Zeitpunkt übersieht kommt irgendwann in die Lage daß er überhaupt nichts mehr weiß obwohl er doch schon alles gelesen hat. Das nennt man Überinformation. Das kann sehr frustrierend sein denn der Speicher ist voll, die Aufnahmefähigkeit erschöpft, Ende mehr geht nicht und alles scheint umzukippen. Und dann beginnt die gefährliche Talfahrt auf der Straße der Siebengescheiten nach Neunmalklughausen, Kreis Halbwissen. Am Ortsschild hängt ein Akkordeon. Entschuldigen Sie bitte diese sehr deutlichen Worte aber Akkordeonfachhändler berichten uns von derart verdrehten Kunden wo es über eine ganze Stunde Beratungsgespräch braucht um bei der Suche nach dem richtigen Akkordeon überhaupt wieder einigermaßen auf geraden Kurs zu kommen. Bitte surfen Sie nicht so lange bis Sie ein Akkordeon zusammengestellt haben das es gar nicht gibt. So weit muß es doch nicht kommen. Jetzt gehen Sie doch endlich zum Akkordeonhändler Ihres Vertrauens und nehmen Sie genügend Zeit mit. Oder wie lange wollen Sie denn noch warten ?

Ich will mir aber unbedingt ein Spezial Akkordeon Sondermodell bauen lassen !

Prima, dann tun Sie das. PIGINI steht Ihnen mit allem know how seiner besten Akkordeonbaumeister zur Verfügung. Wir stellen aber hier nicht alle Ausstattungsvarianten ins Netz. Warum ? Um unsere Kunden nicht vollständig zu verwirren. Denn es gibt zwar viele Möglichkeiten ein Akkordeon mit Zusatzoptionen auszustatten, zu verändern und zu bestücken aber nebenbei bemerkt ist in nicht wenigen Fällen nicht alles sinnvoll und viele Ausstattungsvarianten schließen andere Varianten wieder aus. Ein Auszug : Wir machen z.B. auf Wunsch : Doppeloktav statt Mussette, Balgfarbe, Quintmix 2 2/3 Fuß, M3 beim SIRIUS in 4+8+16 oder 8+8+16 Fuß, reinweiße Tasten, Perlweiße Tasten, komplett schwarze Tasten, elfenbeinfarbige Tasten, echte Muschelperlmutt Diskantknöpfe, Kammerton 440Hz 442Hz. Schwebungstempo des Tremolos, symmetrisch oder assymetrisch auf Wunsch, anderer Grill (Diskantverdeck). Diese Auswahl könnte man noch weiter fortsetzen. Manche Wünsche kosten Aufpreis, andere nicht. Das ist ein richtig komplexes Thema und natürlich gibt es immer wieder Anfragen bei denen sich Musiker als "die gescheiteren Akkordeonbauer" beweisen möchten, was oft zu Ergebnissen führen kann die mit einem PIGINI Serienmodell und der Akkordeonphilosophie eines Spitzenherstellers nicht mehr viel gemeinsam haben. Sie können Ihre PIGINI gerne personalisieren, konstruieren müssen Sie sie nicht. Das können Sie getrost uns überlassen, die Akkordeonprofis von PIGINI brauchen in der Konstruktion selbstverständlich keine Nachhilfe. Ohne fachkompetente Beratung geht es nicht, und ohne präzise Modell- und Fertigungskenntnis schon gar nicht. Viel hilft nicht immer viel und manchmal ist weniger mehr. Und deswegen ist WICHTIG : Bitte besprechen Sie Ihre Wünsche nach Ausstattungsoptionen und Personalisierungen immer mit unseren akkordeonkompetenten Spezialisten im autorisierten Fachhandel. Weiter unten steht mehr über Ausstattungsoptionen.

Gibt es bei PIGINI ein 45 Tasten Standardbassakkordeon ?

Ja, das gibt es. PIGINI baut die SUPER KING und einige andere Standardbass Modelle auf Kundenwunsch auch mit 45 Tasten. Kinnregister- und Registermaschinenbelegung auf Wunsch ist möglich. Mit oder ohne Balghalter. Rechter Trageriemenbügel auf der Klaviaturrückseite. Verdeckstoff nach Wunsch. Ausgefräster Basschlüssel in der Basstufe wie bei den Konzertbajans SIRIUS und NOVA. Geöffnete oder geschlossene Basshaube. Fragen Sie uns.

Ich bin Pianist und spiele auch Keyboard in einer Band. Bestimmte Stücke würde ich aber gerne auf dem Akkordeon spielen. Ist das machbar ?

Können Pianisten Akkordeon lernen ? Wie kann ich vom Klavier aufs Akkordeon umsteigen ? Von Klavier auf Akkordeon umlernen ? (Was ist umlernen ???)

Ja, das ist wirklich eine sehr häufig gestellte Frage die immer wieder von Pianisten, Organisten, Hobby Klavierspielern und Keyboardern gestellt wird. Gerade deswegen weil bestimmte Stücke mit dem Akkordeon einfach lebendiger klingen und beim Publikum besser ankommen. Außerdem ist man mit dem Akkordeon beweglich, man kann eine lebhaftere Spielchoreografie zeigen und ist nicht ortsgebunden wie mit dem Keyboard. MIDI brauchen Sie da nicht im Akkordeon, das haben Sie ja schon im Keyboard. Aber mit einem guten Funkmikro können Sie mit Ihrem Akkordeon ins Publikum hinein gehen und kommen an die Leute viel besser ran. Bei alpenländischen- und Oberkrainerstücken kann man da richtig zünftige Gaudi machen, da gibts oft kein halten mehr. Aber auch beim "Marina Solo" sind Sie absolut präsent und können von Ihrer Liedbegleitung zur Melodieführung übergehen um in der Band einmal die Rolle des Frontman zu übernehmen, damit auch die Sänger mal Pause haben.

Zur Beantwortung Ihrer Frage : Ja natürlich ist das machbar ! Aber machen Sie bitte nicht die bekannten Pianistenfehler. Nein - keinesfalls sollen hier alle Pianisten über einen Kamm geschert und durch die Akkordeonbrille betrachtet werden, aber die Erfahrung hat gezeigt daß eben gerade von vielen (klassisch) ausgebildeten Pianisten immer wieder die gleichen Fragen kommen. Also dann : Der Wechsel von Klavier aufs Akkordeon ist nicht schwer - aber nur wenn man den richtigen Weg geht. Klavierspielen können Sie ja schon, aber meinen Sie bitte nicht daß Sie die rechte Hand des Klaviers einfach mal so auf das Akkordeon übertragen können, weil Sie diese ja schon auf Ihrem Klavier beherrschen. Ganz so einfach ist es doch nicht. Wenn Sie das tun erreichen Sie auf dem Akkordeon einen recht faden und flachen Sound und nach einiger Zeit melden sich evtl. Muskeln mit Schmerzen. Anmerkung damit Sie wissen wie Sie dran sind : Die folgenden Hinweise kommen von mir, einem Akkordeonisten der kein Klavier spielt, und sind das Ergebnis unzähliger Unterrichtsstunden und Kundenberatungen im professionellen Akkordeonvertrieb. Was im folgenden Text über den Pianisten steht gilt natürlich im weiteren Sinn auch für den Organisten, Hobby Klavierspieler, den Keyboarder und alle horizontalen Tasteninstrumente. Viele Pianisten stehen vor folgenden Problemen : Ein Hauptproblem beim Umstieg aufs Akkordeon ist die Umgewöhnung von der horizontalen in die vertikale Spielweise und daß sie sich dabei auf dem Akkordeon nicht auf die Finger sehen können. Rechts gehts ja gerade noch so, (wenn mans übertreibt gibts Nackenschmerzen), aber link ist es damit vorbei und man muß "blind" spielen. Dazu kommt noch die fehlende Anschlagsdynamik, die Akkordeontasten sind schmaler und benötigen wesentlich weniger Kraft beim Anschlag und der Tastenhub ist wesentlich geringer. Das nächste Problem ist der Zirkus mit der Balgführung, also die Handhabung des Balgs damit Töne überhaupt erklingen - und dann sollen sie auch noch schön klingen. Sich eine gute Balgführung zu erarbeiten ist vergleichbar dem Erarbeiten einer guten Handhaltung und Anschlagtechnik auf dem Klavier. Und überhaupt ist die ganze Kiste vor dem Bauch ein Fremdkörper. Wie komme ich vom Klavier aufs Akkordeon ? Beim Klavier fällt die Hand durch die Schwerkraft von alleine auf die Klaviatur, beim Akkordeon muß die Hand entgegen der Schwerkraft an der Klaviatur gehalten werden. Das Wichtigste aber ist : Beim Klavier wird die Tonbildung (Lautstärke, Dynamik, Akzente..) durch den Tastenanschlag erreicht und alle Pianisten haben dieses "Klavierprogramm" fest in Ihrer Motorik gespeichert. Beim Akkordeon wird die Tonbildung durch BALGFÜHRUNG erreicht. Sie müssen jetzt die Tastatur des Akkordens nicht neu erlernen aber Sie sollten sich unbedingt eine spezielle Motorik aneignen um ein Akkordeon auch instrumentengerecht bespielen zu können. Bevor Sie überhaupt das Akkordeonspiel beginnen ist es ratsam sich zunächst einmal von einer meist klaviertypisch oberflächlichen Betrachtungsweise zu befreien das Akkordeon sei eine Kopie des Klaviers in vertikaler Bauweise. Eben nicht, das Akkordeon ist ein eigenes Instrument und muß genauso instrumentengerecht erlernt und bespielt werden wie jedes andere Musikinstrument auch. Auch wenn es mit einer PIANO Klaviatur ausgestattet ist, ist es kein Klavier. Wenn man an ein Motorrad einen Beiwagen heranschraubt ist es auch kein Motorrad mehr sondern ein Gespann und man muß das Fahren damit komplett neu lernen. Die Lösung für den Umstieg vom Klavier aufs Akkordeon heißt : Tastenanschlag beim Klavier = Balgführung beim Akkordeon. Oder : Die Kraft in den Fingern wird durch die Kraft in Rücken- Schulter, linker Ober- und Unterarmmuskulatur ersetzt. Mit anderen Worten : Es bringt nichts auf einer Akkordeontastatur wie beim Klavier (entschuldigen Sie) "herumzuhauen" und den Balg nur als "Luftpumpe" zu benutzen. Es wird nicht lauter ! Sie können den Ton so nicht formen und nach einiger Zeit bekommen Sie höchstwahrscheinlich Verspannungen, weil Sie "Klaviermuskeln" benutzen die man beim Akkordeon nicht braucht. Je größer die Lautstärke bei Zugspiel umso höhere Betätigungskräfte brauchen die Tasten, weil durch den Balgunterdruck die Tonklappen der Klaviatur angesaugt werden und diese Kraft zur Tastenfederkraft addiert wird. Besonders beim ff Spiel tendiert man dazu sich mit steigendem Energieeinsatz auch stärker hineinzusteigern und Tasten und Knöpfe mit höherer Kraft anzuspielen als es nötig ist. Stichwort Musikantenstadlchoreografie. Gerade da gilt : Die Finger müssen immer leicht gehen, nur mit soviel Tastenkraft wie nötig und Lautstärke, Dynamik und Tonbildung wird mit nur dem Balg gespielt. Ihre Aufgabe ist also aus Ihrer Klaviermotorik heraus eine Akkordeonmotorik aufzubauen. Und da stellen nicht wenige Pianisten fest daß sie plötzlich mit neuen Muskeln spielen sollen auf die sie überhaupt keinen Zugriff haben. (Ja, jaaa ich weiß ganz genau was Sie jetzt denken.. - aber es ist wirklich so. Deswegen nocheinmal in aller Deutlichkeit : SIE HABEN AUF DIESE MUSKELN KEINEN ZUGRIFF !!! Und wenn Sie erst an die Muskeln denken müssen ist es sowieso schon vorbei !). Fast möchte ich behaupten daß die meisten Pianisten (auch wenn Sie es jetzt wieder garantiert absolut nicht glauben wollen) einen erfolgreichen Umstieg aufs Akkordeon alleine so nicht zufriedenstellend hinbekommen werden denn sie haben sich über viele Jahre hinweg Tastenanschlags Automatismen angeeignet die Ihnen beim Akkordeon plötzlich hinderlich sind und es muß der Zugriff auf neue Muskeln aktiviert werden die Sie als Pianist bisher beim Spiel so überhaupt nicht gekannt und nicht gebraucht haben. Und für Keyboarder ist vortragssicheres Akkordeonspiel im stehen noch ein extra Thema. Aber ich gehe hier bewußt nicht auf alles ein um zu vermeiden daß mit diesen Informationen im eigenpädagogischen Selbstversuch Mißbrauch betrieben wird. (Was ? das haben Sie schon.getan...ich wußte es doch...  na dann hoffentlich recht erfolgreich!) Und deswegen ist es wirklich absolut empfehlenswert auch wenn Sie es bestimmt partout nicht vorhatten : SUCHEN SIE SICH EINEN GUTEN AKKORDEONLEHRER !!! (Und bitte NICHT den selbsgelernten Volksmusik Lehrer aus der Nachbarschaft !!! .Hilfe ich kann nicht mehr...) Oder zumindest eine(n) (virtuosen) Akkordeonisten(in) mit einer guten Ausbildung, am besten auf Konzertniveau. Denn wenn Sie den Umstieg aufs Akkordeon gleich RICHTIG lernen müssen Sie später nicht UMLERNEN. Dann ist es schon passiert und das kostet Sie viel mehr Zeit als es von Anfang an gleich richtig anzugehen. Zur linken Hand : Manche Pianisten scheuen das Erlernen der linken Hand auf dem Akkordeon ohne zu wissen daß sie sich in einer sehr glücklichen Lage befinden. Denn das ist nicht schwer, alles ist harmonisch logisch aufgebaut und Akkorde sind viel müheloser als beim Klavier mit einem einzigen Knopf erreichbar. Deswegen heißt es ja auch "Akkord"eon. Dagegen ist für Akkordeonisten das Erlernen der linken Hand auf dem Klavier eine viel größere Herausforderung. Noch eins : Machen Sie nicht den Fehler zu glauben : Das Dachbodenakkordeon vom Vater Ihres Vaters des Vaters ..des.. Urururgroßvaters würde schon reichen für die paar Stücke, da bleiben Sie lieber gleich bei Ihrem Klavier. Auf einem Schrotthaufen spielen Sie garantiert nicht lange Akkordeon. Außerdem haben Sie mit dem Erlernen der Akkordeon Spieltechnik genug zu tun, da sollten Sie sich nicht auch noch zusätzlich mit einem schlechten Instrument herumplagen müssen das Ihr Vorwärtskommen ausbremst. Als Pianist sind Sie bereits sehr gute Tastaturen gewöhnt und alle Pianisten haben eine sehr präzise Klangvorstellung was da an den Ohren ankommen soll wenn Sie ein Musikinstrument ansprechen. Von daher kann man von einer gebrauchten Atlantic mit Plastiktasten nur abraten (und wenn sie noch so billig ist). Spielen Sie lieber auf einem Schrottklavier oder auf einem Flügel ? Auf welchem Klavier haben Sie gelernt ? Abschließend soll natürlich eine geschickte Empfehlung nicht fehlen. Ein Modell für das sich nicht wenige Pianisten aus gutem Grund entscheiden ist das PIGINI Professional P37 Cassotto.  

Ihr Akkordeon Spezialwerkzeug kostet aber nicht gerade wenig Herr Aumüller !

Genau ! Und das ist auch nicht beabsichtigt. Denn hochwertiges Akkordeonwerkzeug hat auch seinen Gegenwert. Außerdem finden erfolgreiche Unternehmer immer Nachahmer ! Das ist geradezu eine Auszeichnung ! Eine Baumarktzange die mit Heimwerkerfertigkeiten in der Hobbywerkstatt als Einzelstück schnell mal umgebaut wird um sie dann als weltbeste - Akkordeon - Spezial - Kugelzange anzupreisen hat eben auch einen ganz anderen Stellenwert als die ausgereifte HAtools Kugelzange welche in exklusiver Serie angefertigt wird. Ja im Internet glänzt natürlich alles wie Gold, leider merkt man es erst beim Arbeiten welches Werkzeug man sich da angeschafft hat. Kenner wissen das und unsere Kunden bestätigen das. Umgebaute Baumarktzangen die als Pseudo Akkordeonspezialzangen angeboten werden haben alle einen Nachteil : Sie sind WEICH !. Sonst könnte man sie ja gar nicht bearbeiten.

Mein Händler kennt PIGINI nicht !

Wahrscheinlich kennen wir Ihren Händler (noch) nicht. Ein Lamborghini fährt auch nicht alle Tage durchs Dorf. 

Ich habe einen Akkordeonhändler ganz klar und deutlich nach PIGINI gefragt. Bei der Beratung habe ich aber den Eindruck bekommen er will mir gar keine PIGINI verkaufen ! Hält der mich für blöd ? Wieso macht der das und zu wem soll ich jetzt hin ?

Sie können nicht erwarten daß ich Ihnen als deutscher Generalvertreter der Firma PIGINI auf diese Frage hier eine allgemeingültige Antwort gebe ohne die genauen Umstände zu kennen. Natürlich kann es vorkommen daß Sie als PIGINI Kunde im Beratungsgespräch bei Ihrem Akkordeonhändler diesen Eindruck bekommen. Akkordeonhändler müssen, genauso wie alle anderen Händler auch, ihre Prioritäten setzen. Sie haben ihre Verkaufsschwerpunkte und Firmen mit denen sie vorwiegend zusammenarbeiten. PIGINI begrüßt und unterstützt das auch denn dadurch kann der Händler erfolgreich und zielgerichtet arbeiten und seine Kunden optimal bedienen. Viele PIGINI Fachhändler bestätigen uns daß eine klare Ausrichtung besser ist als ein kunterbuntes Tutti Frutti Sortiment. Trotzdem ist es keinem Händler möglich das gesamte Modellspektrum eines (oder mehrerer) namhaften Akkordeonhersteller(s), womöglich noch in B Griff und C Griff, auf Lager ständig vorführbereit zur Verfügung zu haben. Selbstverständlich gibt es Fälle wo Akkordeonkunden mit einer festen Kaufabsicht zum Händler gehen und den Laden mit einem ganz anderen Produkt wieder verlassen. Ohne Kenntnis der Einzelheiten verbietet es sich aber dazu einen Kommmentar abzugeben. Als aufmerksamer Kunde merken Sie aber im allgemeinen sehr schnell wenn Ihnen ein verkaufsstrategisch gewiefter Akkordeonhändler eine ganz andere Marke verkaufen will als diejenige nach der Sie ursprünglich angefragt haben. Wenn Sie im Beratungsgespräch das Gefühl bekommen daß man Ihnen unbedingt etwas anderes verkaufen will und Ihre Kaufabsicht "korrigieren", "steuern" oder "umbiegen" will oder die Aussagen "wie eine PIGINI", "wie ein PIGINI Convertor" hören, dann ist es ratsam sich die Entscheidung nicht vorweg nehmen zu lassen, Ihre Absichten als Kunde offen anzusprechen oder vielleicht nochmal darüber zu schlafen und die Kaufentscheidung zurückzustellen bis die Zeit dafür reif ist. Und das ist übrigens nicht nur bei PIGINI Akkordeons empfehlenswert sondern gilt über alle Marken ! Wenn Sie Ihren ortsnahen autorisierten PIGINI Händler suchen oder diesbezüglich Fragen haben können Sie sich jederzeit an PIGINI wenden. Es geht ja schließlich nicht um wenig Geld. Und gekauft ist schnell etwas. Ein paar tausend Euro liegen gleich auf dem Tisch. Aber es soll ja bitteschön auch das Richtige sein. Im übrigen geht wohl niemand der eine Perlenkette kaufen will in den Gemüseladen um sich dann zu Hause zu wundern weil ihm eine Tüte schimmliger Blumenkohl über dem Verfallsdatum verkauft wurde.

Warum haben Sie keinen online shop ? 

Mein Akkordeonreparateur sagt "PIGINI taugt nichts" was soll ich davon halten ?

Am besten viel Abstand. Wahrscheinlich ist es genau anders herum und Ihr Akkordeonreparateur taugt nichts, und zwar in punkto neutrale Kundenberatung ! Es ist sehr bedauerlich daß manche Akordeonreparateure an bestimmten Herstellern kein gutes Haar lassen. Meist steckt eigene Geltungssucht und hohes finanzielles Interesse dahinter. Diejenigen Akkordeonreparateure die das Vertrauen von PIGINI Kunden leichtfertig zur Kundenverunsicherung mißbrauchen um daraus eigenes Kapital zu schlagen haben auch mit größter Wahrscheinlichkeit ganz andere Marken im Regal stehen. Oder Eigenmarken. Oder noch schlimmer : Gebrauchte "Aus-Drei-mach-Eins Akkordeons". Die Ganzmetallakkordeons mit dem blechernen Klang, die im Prozeß des jahrzehntelangen Akkordeonrecyclings schon tausendmal wieder zusammengeschraubt wurden und die schon Generationen von Akkordeonreparateuren mit ihren kompletten Familien und der weitläufigen Verwandschaft ernährt haben. Instrumente die der Reparateur selbst vertritt oder zusammengeschraubt hat werden mit polarisierender Kundenberatung in den Himmel gehoben und weit über die Qualität von allen anderen Akkordeon Qualitätsmarken gestellt. Nicht selten hört man derartige Aussagen wie "Italiener können keine Akkordeons bauen", "Akkordeonhersteller XY kann nicht richtig stimmen", "Bei der Akkordeonmarke XY hält die Stimmung nicht", "Ein neues italienisches Akkordeon taugt nur etwas wenn ich es zuvor in meiner Werkstatt gehabt habe", "ein Akkordeon taugt nur was wenn ich es gestimmt habe", "das kann nur ich, andere können das nicht". Und überhaupt wissen alle Akkordeonhersteller nichts und können schon gar nichts. Das sind nur einige Aussagen der Wunderstimmer, Instrumentenveredler, Spezialtuner und Akkordeonflüsterer. Aber sie sind auch leicht zu erkennen. Egal welches Akkordeon sie öffnen hört man immer die gleichen Sätze : "Ohgottogott.wer hat denn das repariert, da stimmt ja gar nichts, was da alles gemacht werden muß, bei wem haben sie denn das gehabt, vielleicht können wir ja noch etwas retten aber das ist viel Arbeit, in jedem Fall wird es teuer, wären sie doch gleich zu mir gekommen, ..  Bla  bla  bla...sülz..." Auffällig ist daß viel auf der Stimmung herumgeritten wird. Im schlimmsten Fall kann es vorkommen daß Sie mit einem fast neuen Akkordeon erhebliche Reparaturpreise für absolut unnötige Reparaturen oder noch schlimmer für Pfuschumbau loswerden. Gute Akkordeonreparatur ermöglicht einem kompetenten Fachmann hohe Kundenbindung und die allermeisten Werkstätten gehen damit auch wirklich sehr verantwortungsvoll um. Deswegen ist es immer ratsam wenn Sie mit Reparaturen zu dem PIGINI Fachhändler gehen wo Sie ihr Akkordeon gekauft haben, oder eine Werkstatt wählen mit der Ihr Akkordeonfachhändler vertrauensvoll zusammenarbeitet und die er Ihnen mit ruhigem Gewissen empfehlen kann. Einen italienischen Sportwagen läßt man nicht beim Schrotthändler reparieren.

Ich repariere Akkordeons und möchte mich selbstständig machen. Brauche ich dazu eine Meisterprüfung ?

Klipp und klar NEIN! Der Beruf des Handzuginstrumentenmachers zählt seit der Novelle zur Handwerksordnung vom 01.01.2004 und nach gültiger Gesetzeslage zu den sogenannten "zulassungsfreien Handwerken". Das bedeutet im Klartext : Der Meistertitel ist zwar als Ausbildungsbezeichnung geschützt, für eine Selbstständigkeit oder Existenzgründung im Bereich der Akkordeonreparatur ist der Meisterbrief jedoch eindeutig NICHT erforderlich. Da die meisten Akkordeonreparateure sich auch mit dem Verkauf von gebrauchten und neuen Akkordeons beschäftigen, können Sie heute als Geschäftsinhaber ohne weiteres Ihr Gewerbe bei der zuständigen Industrie und Handelskammer anmelden. Und Sie glauben gar nicht wie viele Musikgeschäfte und Akkordeonbetriebe genauso angefangen haben. Wenn Sie als gewerbetreibender Händler Akkordeons verkaufen und reparieren wollen und den Fehler machen eine handwerkliche Betriebsform zu wählen, welche bei der Handwerkskammer anmeldepflichtig ist, brauchen Sie sich natürlich nicht zu wundern wenn man Ihnen dort erzählt daß Sie selbstverständlich eine Handwerksmeisterprüfung brauchen. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht : Die Handzuginstrumentenmacher Meisterprüfung ist nicht überflüssig aber auch NICHT erforderlich um einen Betrieb zu gründen, denn der Handzuginstrumentenmachermeister gehört zu den "zulassungsfreien Handwerken" ! Die Liste von Handwerksmeistern (aller Branchen) die in der Vergangenheit ihre Konkurrenz bei der Handwerkskammer angezeigt hatten weil diese einen Betrieb ohne Meisterprüfung führte ist endlos und meist ging es dabei nur um eines. Die aufkommende Konkurrenz auszuschalten. Diese Praktik spricht alleine schon für sich und wird hier nicht weiter kommentiert. Gottseidank müssen wir uns in einem modernen und offenen Europa nicht mehr mit den antiquierten Hindernissen von "Gilden und Zünften" aus dem Mittelalter herumschlagen. Das ist vorbei. Die gültige Gesetzeslage sieht so aus : Neuregelungen im Handwerksrecht. Zwei Gesetze zur Reform des Handwerksrechts wurden zu Weihnachten 2003 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Das Dritte Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften und das Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und zur Förderung von Kleinunternehmen. Die Neuregelung des Handwerksrechts enthält folgende Kernelemente: 1.) Der Meisterzwang wird auf 41 zulassungspflichtige Handwerke beschränkt. Alle übrigen 53 Handwerke sind zukünftig zulassungsfrei. Ihre selbständige Ausübung setzt KEINEN Befähigungsnachweis voraus, hierin sind die Musikinstrumentenbauberufe und auch der Beruf des Handzuginstrumentenmachers eingeschlossen. 2.) In sechs Berufen können sich erfahrene Gesellen in Zukunft auch in den zulassungspflichtigen Handwerken selbständig machen, wenn sie sechs Jahre praktische Tätigkeit in dem Handwerk vorweisen können, davon vier Jahre in leitender Position (auch wie schön...) 3.) Das Inhaberprinzip wird abgeschafft. Betriebe, die ein zulassungspflichtiges Handwerk ausüben, können jetzt auch von allen Einzelunternehmern oder Personengesellschaften geführt werden, die einen Meister als Betriebsleiter einstellen. 4.) Für Ingenieure, Hochschulabsolventen und staatlich geprüfte Techniker wird der Zugang zum Handwerk erleichtert (ach wie nett...). 5.) Neuen Handwerksunternehmen wird in den ersten vier Jahren nach der Existenzgründung eine abgestufte Befreiung von den Kammerbeiträgen gewährt. 6.) Mit der sog. kleinen Handwerksrechtsnovelle wird die selbständige Ausführung einfacher handwerklicher Tätigkeiten erleichtert. Nach der höchstrichterlichen Rechtssprechung unterliegen bereits nach derzeitiger Rechtslage Tätigkeiten, die innerhalb von 2 bis 3 Monaten erlernt werden können, NICHT dem Meisterzwang. Dies wird jetzt in der Handwerksordnung ausdrücklich geregelt. Allerdings dürfen einfache Tätigkeiten nicht so kumuliert werden, dass sie einen wesentlichen Teil eines Handwerks ausmachen. 7.) Das Handwerksrecht wird an die Erfordernisse der Europäischen Union angepasst. Das Verfahren für den Qualifikationsnachweis von Bürgern aus anderen EU-Staaten wird deutlich vereinfacht. Die neue Zugangsregelung für erfahrene Gesellen ohne gesonderten Kenntnisnachweis stellt eine weitgehende Annäherung an die Anforderungen an andere EU-Bürger dar. Damit wird die bestehende Inländerdiskriminierung abgebaut. Die Novelle stellt nach Darstellung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit den umfassendsten Liberalisierungsschritt im Handwerksrecht seit 1953 dar. (seit 1953 - da sind wir aber bald dran...) Sie werde zur Strukturverbesserung auf den Handwerksmärkten und so zu mehr Wachstum und Beschäftigung beitragen. Existenzgründungen im Handwerk werden erleichtert, vielfach nachgefragte Leistungen aus einer Hand wie (Akkordeon) Verkauf und (Akkordeon) Reparatur können zusammen angeboten werden und Innovationen besser umgesetzt werden. Damit werden Angebot und Nachfrage handwerklicher Leistungen insgesamt zunehmen. Mit der Neuregelung soll zudem die Freiheit der Konsumenten bei der Entscheidung über die Qualität der nachgefragten Handwerksleistung ebenfalls gestärkt werden, womit einem Grundprinzip der Marktwirtschaft mehr als bisher Rechnung getragen wird. Sofern eine unsachgemäße Handwerksausübung zu einer unmittelbaren Gefahr für Leben und Gesundheit führen kann und dies nicht durch andere Rechtsvorschriften abgewendet wird, ist der Meisterbrief weiterhin vorgesehen. Neben dieser sogenannten Gefahrengeneigtheit wurde zudem auch die Ausbildungsleistung bei der Klassifizierung der einzelnen Handwerke berücksichtigt. Zusammenfassung : Wenn Sie sich mit Akkordeonverkauf und Reparatur selbstständig machen wollen brauchen Sie KEINE Meisterprüfung, auch kein sonstiges Zertifikat. Den Rest regelt die freie Marktwirtschaft, Pfuscher bekommen keine Kunden und saubere Arbeit zu fairen Preisen spricht sich schnell herum.

In diversen Internetforen habe ich wiedersprüchliche Dinge über PIGINI und Händler gefunden. Was soll ich davon halten ?

Internetforen sind in der Regel nur sehr begrenzt als seriöse Informationsquelle verwertbar weil sich durch sie gerne ungeprüfte Mutmaßungen unreflektiertes Halbwissen und Verschwörungstheorien jedweder Art infektiös verbreiten. Es gibt nun mal kein Indiz dafür, daß sich die Relevanz von Beiträgen in der virtuellen Welt wesentlich vom gewöhnlichen Wirtshaus - Stammtisch - Palaver im wirklichen Leben unterscheidet und darin ist eben immer die gesamte Bandbreite aller Meinungen und Ansichten enthalten. Fachkompetenz bedeutet aber nicht nur (online) Informationen lesen zu können, sondern in der Lage zu sein mit Fachwissen, Erfahrung und Beurteilungsvermögen die fachlich guten und kompetenten Beiträge von den siebengescheiten und schwachsinnigen Falschnachrichten zu unterscheiden. Gottseidank geben manche Beiträge doch viel weniger wieder als wir ihnen zutrauen. Thomas Gottschalk hat sich in einem Spiegel Interview übrigens mal sehr launig zu "diesen anonymen Nörglern" geäußert "die in der Tiefe der Nacht ihren Frust in den Rechner tippen." Aber der liebe Gott mag alle seine Schäfchen gleichermaßen.

Warum hacken Sie denn auf manchen Themen so herum ? Aus vorigen Beiträgen geht doch eindeutig hervor daß Sie von bestimmten Akkordeons nichts halten ! Müssen Sie denn alles kritisieren ? Gehts noch ???

Ihre Frage zeigt zwei Dinge auf : Erstens : Wenn man wirklich etwas mißverstehen will dann bekommt man das auch hin ! Und wenn man Neues ablehnt und die allgegenwärtigen Veränderungen in der Akkordeonwelt als Angriff auf sich und seine eigene Musik betrachtet dann muß man Kritik einfach persönlich nehmen ! Anstatt am Althergebrachten festzuhalten beschäftigen Sie sich doch lieber mit der "Neuen Eleganz" des Akkordeons ! Meine etwas ironische Reaktion zeigt daß Sie, wie viele andere auch, Schwierigkeiten damit haben mit Kritik sinnvoll umzugehen. Lesen Sie den Text noch einmal genau durch ! Der Zweite Punkt den Sie aufzeigen ist leider viel genereller und weit verbreitet : Man identifiziert sich so sehr mit einer Sache daß man jede Form von Kritik an der Sache als persönlichen Angriff mißversteht. Ein Arzt bekämpft doch nicht den Patienten sondern die Krankheit ! Sie sollten sich weniger mit sich selbst und Ihrem Instrument, sondern viel mehr mit der MUSIK beschäftigen, über jede Ihrer neu entdeckten Schwachstellen freuen und neue, brauchbare Erkenntnisse dazu verwenden um Ihre eigene musikalische Entwicklung voranzubringen. Wer die subjektive Komponente nicht ausklammern kann wird sich eben nur mit Ja - Sagern umgeben. Glauben Sie denn Sie kommen weiter wenn Sie von Ihrem Akkordeonlehrer (Professor) nur gelobt werden ? Aus der Fülle der Fragen die PIGINI Deutschland erreichen sind hier nur die wichtigsten der Akkordeonszene herausgegriffen. Diese Fragen sind nicht aus der Luft gegriffen sondern werden tatsächlich von unseren Kunden immer wieder so gestellt ! Es wird mit den uralten Akkordeon Klischees aufgeräumt, Gegenfragen gestellt, sich Vorurteilen gestellt, und in unterhaltsamer und doch ernst gemeinter Weise kommentiert. Sachverhalte sollen gut verständlich für Amateur- und Profimusiker dargestellt werden. Und Ihre Rückmeldungen bestätigen ja daß diese FAQ auch (meist vollständig durch) gelesen werden. Und nicht selten höre ich bei Musikmesse Kundengesprächen über diese FAQ oder Ihren Emails, Aussagen wie "Nein das ist überhaupt nicht zu direkt, ganz im Gegenteil. Endlich mal einer der die Dinge richtig beim Namen nennt".... "Mit großem Vergnügen habe ich Ihre Ausführungen zum Morinomythos gelesen. Manchem dürfte die Spucke wegbleiben :-). Aber einer musste es mal sagen. Glückwunsch.".... Herr Aumüller Ihre Beiträge erlangen schon "Kult-Status", die "gesammelten Werke" könnte man schon glatt als lerhreiches und amüsantens Buch veröffentlichen.".... "Ich habe mir letzte Woche eine Flasche Wein aufgemacht und Ihre FAQ mit großer Zufriedenheit durchgelesen, der Wein war dann auch leer. Nach unserem netten Telefongespräch und Ihrer Empfehlung ging ich dann zum PIGINI Händler zur Fachberatung und bin seit gestern stolzer Besitzer eines PIGINI Akkordeons".... Trotzdem verstehen sich diese FAQ nicht als allumfassendes Lexikon, sondern fassen praxisnah die Themen zusammen denen die Akkordeonist(inn)en in ihrer täglichen Musizierpraxis begegnen und natürlich sollen sie auch zum Nachdenken anregen. Selbstverständlich ist niemand persönlich gemeint.

Warum haben Sie keinen Online shop ?

Aus gutem Grund ! Eine Online - Bestellung über unsere Webseite ist leider NICHT möglich. Warum ? Unser Ersatzteilgeschäft ist sehr kleinteilintensiv. Ersatzteile würden ansonsten zu teuer werden. Und Sie können Ihre Bankdaten gerne für sich behalten und müssen Sie nicht online preisgeben. Beim Verkauf kassieren die einschlägigen Shop Anbieter und Zahlungsabwickler derzeit bis zu 15% (FÜNFZEHN Prozent) des Verkaufspreises. Ja stimmt. Der Kauf in Online shops ist zwar sehr bequem, das hat aber auch seinen Preis, denn alle Online Verkäufer sind gezwungen Kosten und Verwaltungsaufwand auf ihre Verkaufspreise aufzuschlagen. Das Risikobewußtsein ist niedrig, der Betrug im Online Handel nimmt ständig zu, die Dunkelziffer ist sehr hoch und über 84% der Onlinehändler sind nach einer Studie des Forschungsinstitius Ibi Research der Uni Regensburg (Stand April 2016) bereits mit Betrug konfrontiert. Also : Wir sind bestimmt NICHT gegen Onlineshops aber wir befinden uns derzeit in der sehr glücklichen Lage daß wir aufgrund unserer Geschäftsphilosophie und Produktausrichtung NICHT auf Online shopping angewiesen sind. Deswegen werden Sie auf unserer Webseite auch keine Logos wie z.B. "trusted shop" finden. Denn ob wir jetzt ein vertrauenswürdiger Geschäftspartner sind oder nicht, das entscheiden unsere Kunden immer noch selbst und damit haben wir allergrößten Erfolg ! Wir haben zwar keine offene Wunden an den Füßen, trotzdem möchten wir sie nicht in einen piranhaverseuchten Fluß halten. Deswegen liefern wir übrigens bestimmt nicht später - eher im Gegenteil. Denn wir verkaufen nicht Online um dann - wie viele - eine Lieferzeit anzugeben weil wir die Ware zuerst einmal "besorgen" müssen. Nein. Wir haben bereits das größte Ersatzteillager für Akkordeonersatzteile, Spezialwerkzeug + Zubehör. Und das seit 1998 ! Für die Powershop Hardliner die Bestellungen gerne am PC mit einem Mausklick abwickeln scheint die Bestellprozedur etwas unkomfortabel, das nehmen wir aber in Kauf denn wir sind überzeugt daß der Vorteil für unsere Kunden trotzdem viel höher zu bewerten ist. Nun fragen Sie sich vielleicht ob es uns auch wirklich gibt. Dann rate ich Ihnen jetzt zum Telefon zu greifen und Sie werden ganz schnell verstehen was Sache ist. Eine Flatrate haben Sie ja. Falls Sie dringend eine sehr schnelle Auslieferung wünschen rufen Sie uns an.

Soll ich auf Knopfakkordeon umlernen ? 

Diese Frage wird häufig von Piano Akkordeonisten gestellt die sich vom Knopfakkordeon einen Fortschritt ihres Spiel erhoffen. Während die Piano Klaviatur die Töne in der Höhe anordnet, kommt beim Knopfakkorden die Breite hinzu. Die Töne sind also auf kleinerer Fläche angeordnet, da können Sie ohne Mühe über zwei Oktaven greifen. Viele meinen man könne mit einem Knopfakkordeon "mehr" oder "schneller" spielen weil man einen größeren Tonumfang erreicht, dem ist aber nicht so. Sie können wohl mehrere Noten gleichzeitig greifen als auf der Pianoklaviatur, aber erwarten Sie keine Wunder. Viel wichtiger als die Frage des Griffsystems ist ein guter Lehrer der Ihnen von vorne herein den Zugang zum neuen Griffsystem aufzeigt und Sie auf den richtigen Weg bringt. Wenn Sie bereits Pianoakkordeon spielen, müssen Sie eine bestimmte Zeit (das können Monate oder Jahre sein) einplanen, nur um ihr bereits bestehendes Repertoire auf das Knopfakkordeon übertragen zu können. Diese Energie können Sie auch dazu verwenden um sich auf Ihrem bereits erlernten System weiter zu entwickeln. Beim Akkordeonstudium kann ein Umstieg auf Knopf je nach Lehrer/Professor empfehlenswert oder nötig sein, viele Studenten studieren aber genauso auf einem Piano Bayan. Ob für Sie ein Umstieg von Pianoklaviatur auf das Knopfsystem sinnvoll ist kann hier nicht beantwortet werden. Suchen Sie sich einen guten Akkordeonlehrer und besprechen Sie das mit ihm.

Was ist das bessere System, Pianoakkordeon, Knopfakkordeon C-Griff, B-Griff oder Russisches System ?

Musik ist keine Systemfrage und das Griffsystem alleine ist nicht die Lösung. Gleiche Antwort wie oben : Suchen Sie sich einen guten Akkordeonlehrer und besprechen Sie das mit ihm.

Was macht den Preis eines Akkordeons aus ?

Die Kriterien, die den Preis, den der Musiker für sein Akkordeon bezahlt, bestimmen sind ohne Wertung der Wichtigkeit : Rohstoffqualität, Materialauswahl, Fertigungsgüte, Ausstattung und die musikalische Leistungsfähigkeit. Die verwendeten Rohstoffmaterialien entscheiden in hohem Maße  über die Wertigkeit eines Akkordeons. Die Fertigungsgüte ist relativ einfach nachvollziehbar und offenbart sich dem Musiker bei einem ausgiebigen Probespiel. Denn spätestens hier muß ein Instrument Farbe bekennen, und man merkt sehr schnell, ob es sorgfältig verarbeitet wurde, oder in der Produktion schnell durchgezogen wurde, damit man es preiswerter an den Mann bringen kann. Die musikalische Leistungsfähigkeit wird maßgeblich von der Qualität des Stimmenmaterials und dessen Verarbeitung bestimmt und natürlich von einer perfekten Mechanik mit geringen Spielgeräuschen und niedrigen Betätigungskräften. Wenn sich der Hersteller mehr Mühe macht und im Akkordeonbau einen größeren Aufwand betreibt, so dauert dies im Fertigungsprozeß bedeutend länger, als wenn man nur einfache Instrumente herstellt die aus vormontierten Fernost - Baugruppen zusammengesetzt werden. Letztendlich ist alles eine Frage der persönlichen Vorliebe, des eigenen Spielgefühls und des musikalischen Geschmacks, und da Akkordeonspielen eine sehr individuelle Sache ist möchten die meisten Musiker auch ein besonderes Instrument in ihren Händen halten.

Warum kostet eine PIGINI mehr als ein in Fernost hergestelltes Schülerakkordeon ?

Weil gravierende Qualitätsunterschiede auch einen höheren Preis rechtfertigen. Das kleine Preludio wird z.B. vom Herstellungprozeß genauso wie seine großen Geschwister, die Konzertakkordeons gebaut und weist deshalb auch als Führer der Einsteigerklasse die gleichen Qualitätseigenschaften und Leistungsmerkmale auf. Ein sehr häufig verkauftes Modell ist das PIGINI Preludio P36/3, 3 chörig mit 72 Bässen, weil es durch geringes Gewicht, ergonomische Form, perfekt mit Filzen gedämpfte, geräuscharme Mechanik und einem für seine Qualitätsstufe hervorragendem Preis - Leistungsverhältnis besticht. Im Einsteigerbereich verzichtet PIGINI hier bewußt auf Plastiktasten und baut eine traditionelle Holzkerntastatur ein, damit auch ein Kind von Anfang an auf das Fingergespür für eine leichtgängige und gut gedämpfte Klaviatur mit anständiger Seitenstabilität nicht verzichten muß. Aus dem gleichen Grund liefern wir das Modell nicht mit Nylon- sondern rundum mit weich gepolsterten Lederriemen aus, damit das lernende Kind den so wichtigen Tragekomfort an allen Kontaktstellen verspürt. Die geräuscharme und leichtgängige Bassmechanik spricht für sich selbst und hochwertige Stimmplatten bringen beim Preludio ein deutlich hörbares Klangerlebnis. Bei all diesen Eigenschaften versteht sich eines ganz von selbst - ein hoher Wiederverkaufswert -

Gibt es bei PIGINI eine "Kleine" mit der Spitzenmechanik einer "Großen" ?

- Ganz klar - wer einmal eine gute Holzkernklaviatur mit Zentralachskonstruktion gewöhnt ist, möchte eben nicht mehr auf einer Plastiktastatur spielen und anspruchsvolle Akkordeonmusiker geben sich sowieso nicht mit dem unterdurchschnittlichem Stimmenmaterial gewöhnlicher Schülerinstrumente zufrieden. Viele Akkordeonlehrer möchten ein schweres Cassottoinstrument nicht unbedingt zum Anfängerunterricht mitschleppen. Und deswegen sind Sie da beim Preludio P36/3 genau richtig. Für viele Musiker ist das Preludio ein Türöffner in die Welt der PIGINI Akkordeons.

Kann ich bei PIGINI ein Sondermodell nach meinen Vorstellungen bauen lassen ?

Ja. Sie können sich Ihre PIGINI nach eigenen Vorstellungen als "Maßanzug" bauen lassen, ein Instrument das speziell für Sie persönlich angefertigt wird. Pigini baut grundsätzlich alles was Sie sich wünschen, denn wir haben wirklich eine Menge Erfahrung im Akkordeonbau in der Vergangenheit sammeln können. Viele Akkordeonmodelle, Prototypen, technische Neuheiten, exotische Griffsysteme und was es sonst noch alles auf dem Weg zum modernen, hochentwickelten PIGINI Convertorinstrument gegeben hat, ist durch die Hände der PIGINI Spezialisten gegangen. Viele Systeme wurden auf den PIGINI Werkbänken abgeändert, beibehalten, wieder eingestellt - übernommen, verfeinert, optimiert...  Manche Prototypen waren technisch und musikalisch weniger zufriedenstellend, einige brachten eine bedeutsame Weiterentwicklung des Akkordeons auf dessen Weg zum heutigen hochentwickelten und ausgereiften Konzertinstrument. Die Grundlage hierfür war und ist immer die enge Zusammenarbeit zwischen den Musikern und dem Haus PIGINI. Sondermodelle bauen wir vorwiegend im Bereich der Oberklasseinstrumente. Dazu ist erfahrungsgemäß ein ausgiebiges Gespräch nötig, damit PIGINI auch weiß was sich der Musiker wünscht, welche Details er genau haben möchte, welche Literatur gespielt wird, und.. und.. und... Bei Schülerinstrumenten ist eine Sonderserie grundsätzlich auch möglich aber natürlich von einer Mindestabnahmestückzahl abhängig.

Kann ich bei PIGINI einen  Bayan bauen lassen und meine Blockstimmplatten dazu selbst anliefern ?

Leider nicht. Denn dieses Instrument gibt es bei PIGINI bereits.  - MYTHOS -

Mein Jupiter Bayan ist abgespielt, ich brauche jetzt endlich ein Neues Akkordeon. Welches PIGINI Modell kommt in Frage ?

Russische Bayanisten fragen uns grundsätzlich immer nach einer Blockstimmplatten Konstruktion wie man sie beim russischen Jupiter Bayan findet. Der russische Jupiter Bayan hat ja bekanntlich sehr brillianten Klang, welcher aber leider einer sehr großen Serienstreuung in der Fertigung unterliegt, und eine Mechanik die natürlich absolut viel zu wünschen übrig läßt. An das relativ sehr hohe Gewicht haben sich die meisten russischen Akkordeonisten gewöhnt. Das ideale Akkordeon wäre also die PIGINI Mechanik mit russischen Blockstimmplaten. Das gibt es ! MYTHOS, aber dieses Modell wurde in limitierter Auflage von 33 Stück gebaut und ist mittlerweile eingestellt. Russische Bayanisten bestätigen uns durchwegs daß PIGINI von allen Herstellern am absolut allerbesten die russische Musikerseele trifft. Kein Wunder - Lips und Semionov waren ja bei der Entwicklung der PIGINI BAYANS beteiligt. Mit NOVA und SIRIUS finden Sie Meisterinstrumente bei denen der Umstieg vom Jupiter wirklich sehr, sehr leicht fällt. Mit einer Spitzenmechanik die ein Leben lang hält, mit brilliantem Klang, geringem Gewicht und der noch viel wichtigeren perfekten Ergonomie die russische Bayanisten überzeugt. Trotzdem muß man sich klanglich neu orientieren. Ob dies das Richtige ist kann nur ein Probespiel klären. Der BAYAN 58 ist übrigens ein Modell das viele unserer russischen Kunden sehr gerne annehmen zu einem attraktiven Preis.

Weshalb klingt ein Bayan anders als ein Standardbass Akkordeon ?

Schon vor Jahrzehnten hat PIGINI als führender Hersteller von Konzertakkordeons den Begriff  "Bayan" von Grund auf geprägt und nimmt diesen heute für sich vollständig in Anspruch.

Der Bayan ist die höchste Ausbaustufe (Entwicklungsstufe) des Akkordeons. Er hat Kinnregister, Convertor und Cassotto. Die klanglichen Unterschiede eines Bayans zum Standardbass Akkordeon sind konstruktiv bedingt und liegen in der technischen Gesamtkonzeption. Besonders bei den Bässen werden Sie feststellen, daß gerade die PIGINI Bayanbässe mit größtem, breitestem Fundament und einem konzertantem Klangspektrum erklingen und besonders spontan ansprechen. Hier kommen auch Stimmplatten mit größerer Mensur (Abmessungen) zum Einsatz, beim SIRIUS sind die Bässe als Blockstimmplatte ausgeführt. Während beim Standardbassakkordeon maximal 5 chörige Bässe gebaut werden (bei EXCELSIOR sind es 6 chörige Bässe) ist der Bayan mit bis zu 7 Basschören bestückt. Dies kann man auch am größeren Bassgehäuse erkennen. Die Bayanbässe klingen deswegen auch satter und voller als die Bässe eines Standardbass Akkordeons. Die Akkorde des Bayans klingen weniger spitz (stechend) als beim Standardbassakkordeon, da hier die 3 gestrichene Oktave nicht erklingt. Bayanakkorde klingen daher eher gedeckt und weniger spitz als beim Standardbassinstrument. Bei PIGINI stehen die Materialien von Standardbassakkordeon und Bayans in der jeweiligen Modellklasse auf gleichem Qualitätsniveau.

Ich bin vom SIRIUS Bayanbass absolut begeistert. Kann mir PIGINI ein Standardbassakkordeon mit dem Bass eines SIRIUS bauen ?

Leider nein. Die Super King Modelle haben ebenfalls eine Blockplattenkonstruktion im Bass, trotzdem wird der Klang einer Standardbass Konstruktion nicht so kräftig sein wie der eines PIGINI SIRIUS Bayans.

Baut PIGINI auch Instrumente mit vorgelagertem Manual 3 ?

Das "vorgelagerte Manual 3" besteht aus 3 extra Melodiebassreihen, die vor den Standardbassreihen angeordnet sind, diese Instrumente haben somit keine Convertor Bassmechanik. Wir werden oft von Akkordeonlehrern, die ihr Studium auf Instrumenten mit vorgelagertem Manual 3 absolviert haben, nach einem PIGINI Konzertinstrument mit vorgelagertem M3 gefragt. Denn diese Musiker haben sich natürlich auf das vorgelagerte Manual 3  eingespielt und möchten somit auch ihren einstudierten Fingersatz beibehalten. Wir werden deshalb häufig gefragt, ob ein SUPER BAYAN SIRIUS auch mit vorgelagertem M3 gebaut werden kann. In solchen Fällen bieten wir an Oberklasse Konzertinstrumente wie den SUPER BAYAN SIRIUS NOVA oder Bayan 58 auf Anfrage als Sondermodell mit vorgelagertem Manual 3 anzufertigen.

Baut PIGINI auch Freebass Akkodeons ?

PIGINI hat in der Vergangenheit sogenannte Freebass-, Einzelton- oder Melodiebass Akkordeons hergestellt, bei denen in der linken Hand nur Melodiebässe gespielt werden können, also keine gekoppelten Akkorde. Diese Modelle sind im Gebrauchtmarkt sehr häufig anzutreffen und werden von Akkordeonlehrern im Anfangsunterricht bei der Ausbildung für konzertantes Akkordeon als reine M3 Einzeltonakkordeons verwendet. Nachdem die Entwicklung der PIGINI Convertormechanik abgeschlossen war, wurde die Produktion der Freebassmodelle eingestellt. Das gleiche gilt für PIGINI Melodiebass Instrumente, die mit großen Bassknöpfen gebaut wurden. Heute schließt ein modernes PIGINI Convertorinstrument das Freebassmanual mit ein und bietet musikalisch beide Möglichkeiten sowohl im Manual 2, als auch im Manual 3 zu musizieren. Das einzige Freebassmodell im heutigen Programm ist das Kinderakkordeon Simba.

Baut PIGINI auch Instrumente mit Quintconvertor (Skudies Convertor) ?

PIGINI hat früher Instrumente mit Quintconvertor gebaut. Die Produktion dieser Instrumente ist offiziell eingestellt. Oberklasse Konzertinstrumente können auf Anfrage gegen Aufpreis als Sondermodell mit diesem System ausgerüstet werden, falls es überhaupt noch gewünscht werden sollte.

Was sind Multikinnregister ?

Durch Drehen der Kinnregisterknöpfe kann eine Voreinstellung für das Musikstück vorgenommen werden. Beim Niederdrücken des Kinnregisterknopfes im Spiel wird dann die vorgewählte Registrierung aktiviert. Die PIGINI Multikinnregistermechanik ist ein kleines mechanisches Wunderwerk und ermöglicht dem Musiker 15 verschiedene Kinnregistrierungen. Multikinnregister werden ausschließlich beim SUPER BAYAN SIRIUS Knopfinstrument eingebaut. In der „Millenium ®“Ausführung als "SIRIUS MILLENNIUM" ist das Instrument mit programmierbaren Multi - Kinnregistern erhältlich. Zusätzlich zu den Multikinnregistern kann auf Wunsch eine traditionelle Registermaschine am Keyboard eingebaut werden.

Kann ich ein Serieninstrument in Mussettestimmung anstatt in Doppeloktavstimmung bekommen ?

Instrumente in Doppeloktavstimmung sind wahlweise in Mussettestimmung erhältlich.

Kann ich meine PIGINI mit Quintmixtur bauen lassen ?

Ja. Wir bauen auch das als Quintmixtur bekannte 2 2/3 Fuß Register in Ihr Instrument ein. Bei Kirchenorgelklang Fans beliebt. Ein im Instrument serienmäßig bestückter Chor wird dabei durch den 2 2/3 Fuß Chor ersetzt.

Der Download funktioniert nicht - Wie kann ich den .PDF Katalog öffnen ?

Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten den .PDF Katalog auf Ihrem PC anzusehen. In jedem Fall muß der Adobe Reader auf Ihrem PC installiert sein

1.) Als WinZip Download. Der .PDF Katalog ist hier als .ZIP Datei eingepackt, damit er weniger Speicherplatz beansprucht. Mit einer langsamen Internetverbindung empfiehlt es sich deswegen den Katalog als WinZip Datei herunterzuladen, weil die gepackte Datei weniger Ladezeit beansprucht. Klicken Sie auf WinZip Download. Wählen Sie dann den Ordner zum Speichern aus und starten Sie den Download. Nach Beendigung des Downloads muß die komprimierte .ZIP Datei mit der WinZip Software zunächst entpackt werden. Zum Entpacken der .ZIP Datei muß die WinZip Software auf Ihrem PC installiert sein. Sollte die WinZip Software nicht auf Ihrem PC installiert sein, laden Sie diese zunächst herunter und installieren sie auf Ihrem PC. Danach doppelklicken Sie auf die heruntergeladene .ZIP Datei und entpacken den Katalog. Nachdem dieser mit der WinZip Software entpackt ist, steht er Ihnen als .PDF Katalog zur Verfügung.

2.) Als PDF Katalog. Zum Öffnen des .PDF Katalogs, muß die Software Adobe Reader auf Ihrem PC installiert sein. Sollte der Adobe Reader nicht auf Ihrem PC installiert sein, laden Sie diesen zunächst herunter und installieren zuerst diese Software auf Ihrem PC. Dann klicken Sie beim Katalog Download auf "PDF Katalog". Der Katalog wird dann als .PDF Datei mit dem Adobe Reader geöffnet, dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen, abhängig von der Übertragungsgeschwindigkeit Ihrer Internetverbindung. Wenn der Katalog vollständig geladen ist sollten Sie ihn auf Ihrem PC abspeichern um ihn zu sichern. Um den Katalog auf Ihrem PC abzuspeichern klicken Sie auf "Datei" > "Kopie speichern" > wählen dann den Ordner zum Speichern aus und speichern den Katalog ab. Zum Abspielen von Videodateien oder Movies muß auf Ihrem PC ein Media Player installiert sein.

Warum läßt sich der Katalog  nicht öffnen ?

Zum Anzeigen des PDF Katalogs auf PC, Laptop oder Tablet muß ein "PDF Reader" wie Adobe Reader auf Ihrem PC installiert sein. Zum Anzeigen des eBook Katalogs auf dem Smartphone oder Mobilgerät muß eine "eBook Reader" App installiert sein. Falls sich der Katalog nicht öffnen läßt machen Sie ein Softwareupdate. Komprimierte ZIP Dateien müssen mit der WinZip Software entpackt werden.

Warum funktioniert das Passwort nicht ?

Zum anzeigen des Passwortfensters muß Ihr Browser das Ausführen von Skripts zulassen. Internet Security Programme können die Einblendung des Passwortfensters verhindern wenn das Ausführen von Skripts blockiert ist. Erlauben Sie das Ausführen von Skripts und schalten Sie Werbeblocker und Pop Up Blocker aus. WICHTIG : Es gibt 2 Passwortfenster auf unseren Webseiten, eines unter "Händler" für autorisierte PIGINI + EXCELSIOR Akkordeonfachhändler innerhalb des deutschen Vertriebsnetzwerkes. Das andere Passwortfenster unter "HAtools" um die Preisliste für den HAtools Akkordeonwerkzeug und Ersatzteilkatalog herunterzuladen. Verwechseln Sie diese nicht und stellen Sie sicher daß Sie Ihr Passwort in das richtige Fenster eingeben. Achten Sie auf Groß- Kleinschreibung und darauf, daß die Feststelltaste für Großschreibung nicht aktiviert ist.

Wie verpackt man ein Akkordeon richtig zum versenden mit dem geringstmöglichen Transportrisiko ? Wie entfernt man die Transportsicherung beim Akkordeon ? Laden Sie hier unsere Akkordeon Versandhinweise herunter. 

Was bedeutet C-Griff, B-Griff, Russisches Griffsystem ?

C-Griff = C rechts und links in der ersten Reihe. B-Griff = C rechts und links in der dritten Reihe. B-Griff russisch, auch russischer B-Griff, russisches Griffsystem oder gespiegeltes Manual 3 genannt = C rechts und links in der dritten Reihe, rechts tiefste Note oben und links tiefste Note unten.

Was bedeutet DO, RE, MI, FA#  ?

Als italienischer Hersteller verwenden wir natürlich auch die italienische Bezeichnungen der Notenwerte. Die deutschen Notennamen C-D-E-F-G-A-H-C sind demnach DO-RE-MI-FA-SOL-LA-SI-DO. FA# = FIS, RE#=DIS, u.s.w.

Kostet ein anderes Griffsystem einen Aufpreis ?

Nein. Das Griffsystem, egal ob C-Griff, B-Griff oder Russisches B-Griff System kostet keinen Aufpreis.  Wir statten z. B. auf Wunsch auch unsere Piano Convertorakkordeons mit russischem B-Griff im M3 aus und bauen grundsätzlich jedes Griffsystem das Sie sich wünschen. Solange durch das vom Kunden gewünschte Griffsystem die technische Grundkonstruktion des Instruments nicht verändert werden muß, ist für das Griffsystem kein Aufpreis erforderlich, das ist aber Modellabhängig.

Was unterscheidet den PIGINI - Convertor von anderen Konstruktionen ?

Einiges. Fast alle Akkordeonhersteller weltweit greifen auf die Convertormechanik der italienischen Firma GAMA zu, die sie als Zukaufkonstruktion bei der Herstellung ihrer Produkte verwenden, wenn es darum geht Akkordeons mit Convertor zu bauen. Die Komplettmontage der Convertormechanik erfolgt für die allermeisten Akkordeonhersteller im Hause GAMA. Einige wenige Hersteller kaufen diese Mechanikkomponenten beim Lieferanten GAMA als Teilesatz ein, um den Einbau der GAMA - Bassmechanik dann später im eigenen Hause vorzunehmen und somit die Einbau- und Montagequalität der GAMA Mechanik selbst besser kontrollieren zu können.

Bei PIGINI halten wir uns ausschließlich an die hauseigene PIGINI Convertormechanik. Diese höchst komplexe Convertor- Bassmechanik der PIGINI Instrumente ist nämlich eine Eigenentwicklung von PIGINI, ein kleines Wunderwerk der Feinmechanik das absolut geräuscharm und vor allem störungsfrei funktioniert. Mit der hauseigenen Convertormechanik, die für jedes einzelne Instrument ausschließlich und vollständig im eigenen Werk hergestellt wird, besitzt PIGINI ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal für den gesamten Bereich der Manual 3 Instrumente. An Hochschulen und Konservatorien hat sich schon lange herumgesprochen, daß der PIGINI Convertor durch seine mechanische Präzision hervorsticht und durch exakt spürbarem Druckpunkt im Manual 3 hohe Griff- und Spielsicherheit vermittelt. Nicht umsonst wird der PIGINI Convertor "das Meisterwerk im Akkordeon" genannt.

Baut PIGINI die firmeneigene Convertormechanik auch für andere Hersteller ein ?

Nein - und das aus gutem Grund. Mit dem Begriff "PIGINI Convertor" werden ausschließlich die im Hause PIGINI hergestellten Convertormechaniken und Instrumente bezeichnet. PIGINI baut die firmeneigene Convertormechanik ausschließlich in Instrumente aus der eigenen Produktion ein. Die firmeneigene Convertormechanik von PIGINI wird für keinen anderen Akkordeonhersteller und auch für keine Akkordeon Handelsmarke hergestellt. Und im Gegensatz zu anderen Herstellern von Konvertermechaniken findet bei PIGINI eine Fertigung für Fremdfirmen nicht statt. Aber Vorsicht beim Kauf : Es ist kein Geheimnis, daß einige Akkordeonhersteller und Akkordeonhändler versuchen preisgünstige Konvertorakkordeons vom Hersteller XY als Eigen- oder Billigmarke zu verkaufen und allzu gerne das Argument "wie ein PIGINI Convertor" oder "PIGINI Convertorsystem" im Verkaufsgespräch geschickt verwenden, um ihre Ware an den Mann bringen zu können. Es handelt sich dabei meist um Einsteigerakkordeons der Niedrigpreisklasse die bestenfalls mit einem Kopierversuch der "PIGINI Convertormechanik" ausgestattet sind. Weil "billiger" im Akkordeonbau nicht "besser" sein kann ist es PIGINI wichtig diesen kleinen Begriffsunterschied zu erwähnen. 

Und gerade deswegen gilt was viele Konzertmusiker bestätigen : Es gibt Konvertorakkordeons - und es gibt PIGINI.

Bei meiner PIGINI kommen einige Bassknöpfe nicht mehr heraus. Ist die Convertormechanik defekt ?

Nein - ist sie nicht. Bei PIGINI Convertorinstrumenten werden im eingeschalteten Manual 3 die obersten und untersten Bassknöpfe, die nicht mit klingenden Noten belegt sind automatisch freigeschaltet. Diese Bassknöpfe können im Manual 3 ohne spürbaren Widerstand niedergedrückt werden und verbleiben in dieser Position, bis durch Drücken der Convertor Schaltleiste in das Manual 2 (Standardbass) umgeschaltet wird. Beim Umschalten in das Manual 2 werden die freigeschalteten Bassknöpfe automatisch ausgerichtet und sind nach erfolgter Umschaltung mit den gekoppelten Akkordeon des Standardbass Manuals belegt. Die freigeschalteten Bassknöpfe im Manual 3 sind für den Musiker ein spürbares Erkennungsmerkmal daß das Manual 3 aktiviert ist.

Wie erkenne ich in welchem Manual sich die Convertorbassmechanik befindet ?

Im Manual 2 (Standardbass) sind alle Bassknöpfe mit aktiven Noten belegt. Im Manual 3 sind die obersten und untersten Bassknöpfe, welche nicht mit klingenden Noten belegt sind, freigeschaltet und fallen ohne Widerstand ein. Spüren Sie also daß einige der obersten und unteresten Knöpfe sich ohne Widerstand eindrücken lassen wissen Sie, daß sich die Mechanik im Manual 3 befindet. Ist dies nicht der Fall, so befindet sich die Mechanik im Manual 2.

Kann ich bei gedrückten Bassknöpfen den Convertor umschalten ?

Nein. Beim Umschalten des Convertors dürfen keine Bass- oder Akkordknöpfe gedrückt sein, ansonsten kann der Mechanismus beschädigt werden. Lösen Sie erst alle Bass- und Akkordknöpfe bevor Sie die Convertor Schaltleiste niederdrücken.

Was bedeutet die Angabe +R bei den Bassregistern  ?

R bedeutet "Raddoppio" das ist ein Oktavkoppel Schiebeschalter am Bassdeckel für verdoppelte Stärke im Bassbereich. Bei aktiviertem Oktavkoppelschalter erklingen die 12 tiefsten Töne des Basstimmstocks oktaviert automatisch eine Oktave höher mit, dies wird technisch durch zusätzliche Klappenöffnungen erreicht. Der Bass erklingt dadurch mit breiterem Fundament.

Welche Tastenbreiten gibt es bei PIGINI ?

Alle Pianoklaviaturen der PIGINI Akkordeons haben serienmäßig Tastenbreiten für erwachsene Hände. Alle PIGINI Pianoakkordeons sind serienmäßig mit einer traditionell hochwertigen Holzkernklaviatur ausgestattet - auch Einsteigermodelle wie das PIGINI Preludio. Das einzige Modell das mit schmalen Kunststoff - Pianotasten für Kinderhände gebaut wurde ist das PIGINI Modell Peter Pan Piano. Es existieren serienmäßig keine unterschiedlichen Tastenbreiten für ein und dasselbe PIGINI Modell.

Können zusätzliche Trageriemenbügel am Instrument angebracht werden ?

Selbstverständlich. Manche Musiker brauchen zusätzliche Trageriemenbügel für Ihre persönliche, individuelle Spielhaltung, z.B. an der Diskantrückseite rechts oben oder rechts unten. Die Bügel finden Sie im HAtools Katalog.

Ich möchte Trageriemen an mein Akkordeon anbringen, auf welche Seite muß der längere Riemen hin ?

Ein einziger Akkordeon Trageriemen besteht aus Oberteil und Unterteil. Die beiden Oberteile sind gleich lang, von den beiden Unterteilen ist einer länger und einer kürzer. Der längere Trageriemen wird an der rechten Diskantseite des Akkordeons, der kürzere Trageriemen an der linken Seite (Basseite) angebracht. 

Baujahrbestimmung - Wo finde ich die Seriennummer ?

Die Seriennummer finden Sie bei PIGINI Akkordeons bei abgenommenem Diskantverdeck auf der Aluminium Planfüllung eingeprägt. Die Seriennummer ist dreistellig und wird numerisch aufsteigend getrennt für jede Modellserie vergeben, sie wiederholt sich nach der Nummer 999 mit 000. Die Seriennummer 814 wird z.B. für einen "Super King piano" genauso vergeben wie für den 814ten "Convertor 55P de luxe" oder den 814ten "Super Bajan Sirius". Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, daß PIGINI Akkordeons keine Typenschilder besitzen, so daß von außen eine ldentifikation nur mit Modellkenntnis möglich ist. Deshalb empfehlen wir die Seriennummer und das PIGINI Modell zu notieren um das Instrument eindeuitg identifizieren zu können.

Wie kann ich die Modellbezeichnung feststellen ?

Wir weisen darauf hin, daß PIGINI Akkordeons keine Typenschilder besitzen, so daß mit bloßem Auge eine ldentifikation nur mit eingehender Modellkenntnis möglich ist. Um festzustellen ob es sich bei gebrauchten PIGINI Akkordeons um ein Modell mit "tipo a mano" oder ein Modell mit "a mano" Stimmplatten handelt muß, falls der Besitzer keinen Kaufbeleg mit der Modellbezeichnug vorlegen kann, das Instrument geöffnet werden um das Stimmplattenmaterial zu beurteilen.

Wie kann ich das Alter eines gebrauchten SUPER BAYAN SIRIUS einschätzen ?

An der PIGINI Seriennummer. Im Gebrauchtmarkt existieren sehr unterschiedliche Modellausführungen, da besonders die PIGINI Konzertakkordeons grundsätzlich personalisiert, also nach Kundenwunsch wie ein Maßanzug ausgeliefert werden. Der SUPER BAYAN SIRIUS wird seit 1983 gebaut, im Jahr 2003 feierte PIGINI das "SIRIUS Festival 1001 Nacht" anläßlich der Produktion des SIRIUS mit der Modellnummer 1000. Über die Seriennummer bekommt man also einen ungefähren Anhaltspunkt, wie alt ein SIRIUS mit der Nummer 126 sein muß. Die Seriennummern sind bei PIGINI bedingt durch die Vielfalt der Modellvarianten und Ausstattungsoptionen nicht archiviert.

Welche Modellgenerationen und Weiterentwicklungen gibt es beim SUPER BAYAN SIRIUS ?

Vor Modelljahr 2000 mit 2 silberfarbenen Aluminium Blockplatten im Bass, 2 Diskantachsen beim Knopfinstrument, keine Basschlüsselsymbole in der Basstufe. Ab Modelljahr 2000 Modell "Super Bayan Sirius Millennium" optional mit schaltbaren Multikinnregistern, 2 schwarzeloxierten Blockplatten im Bass für optimierte Tonansprache, 2 eingefrästen Basschlüsselsymbolen in der Basstufe, verbesserter Diskantmechanik mit 3 Diskantachsen beim Knopfinstrument für gleichen Klappenöffnungshub und ausgewogene Klangentwicklung über alle Diskant - Knopfreihen. 7 Kinnregister, ab Modelljahr 2006 wurden 8 Kinnregister eingebaut. Der SIRIUS Synthesis in Compakt Bauweise wird ab 2006 gebaut.

Kann man einen SUPER BAYAN SIRIUS mit der M3 Chorbestückung 4+8+16 (2+4+8) umbauen auf 4+16+16 (2+8+8) ?

Grundsätzlich ja,  jedoch ausschließlich nur mit dem Austausch des Bassteils gegen ein neues original Bassteil vom PIGINI Werk. Alles andere ist Pfusch. Ein fachlich und technisch korrekter Umbau eines bestehenden Bassteils in einer Akkordeon Reparaturwerkstatt ist hier nicht möglich. Warum ? Das Bassteil eines SIRIUS mit der Chorbestückung 4+8+16 hat eine andere Konstruktion als das Bassteil eines SIRIUS mit 4+16+16, das betrifft insbesondere die Geometrie der Luftzuführungsöffnungen, der Registerschieber und anderer Komponenten. Würde man ein Bassteil umbauen indem man der Einfachheit halber nur die Stimmen austauscht, so wäre das Resultat, daß die Luftversorgung der Stimmen zu gering ausfällt und das dürftige, klangliche Ergebnis eines umgebauten Bassteils somit bei weitem nicht dem eines SIRIUS Serieninstruments entspricht. Der Änderungsaufwand der Luftzuführungen ist jedoch derart hoch, daß hier das gesamte Bassteil nahezu komplett zerlegt werden müßte um es dann mit Originalteilen wieder neu aufzubauen. Deshalb ist es definitiv einfacher das gesamte Bassteil gegen ein neues auszutauschen oder besser gleich ein anderes Instrument zu kaufen. Grundsätzlich läßt die musikalische Leistungsfähigkeit eines umgebauten SUPER BAYAN SIRIUS im Vergleich zum ausgereiften PIGINI Serienzustand technisch und besonders klanglich immer zu wünschen übrig und stellt meistens einen schlechten Kompromiß zwischen Klangergebnis und dem meist unverhältnismäßig hohen Reparaturpreis dar. Lesen Sie hierzu im FAQ auch "Umbauten, Eigenaufbauten + Modifikationen".

Gibt es exklusive Verkaufsrechte für einzelne Händler ?

Nein gibt es nicht und hat es nie gegeben. Es existieren bei unseren Akkordeonfachhändlern keine exklusiven Verkaufsrechte für PIGINI Modelle. Verkaufsargumente daß besagtes PIGINI Modell "nur hier zu haben" ist, oder "als Sondermodell nur für uns angefertigt" oder "exklusiv nur für uns gebaut" wird und als "limitierte Sonderanfertigung nirgendwo anders zu haben" ist, sind völlig aus der Luft gegriffen und entsprechen nicht den Tatsachen des sehr gut organisierten PIGINI Akkordeonvertriebs. Für unsere PIGINI Kunden gilt folgendes : Alle Instrumente im Händlernetzwerk sind von gleicher Qualität und alle PIGINI Modelle, einschließlich Sonderanfertigungen, können in sämtlichen Ausstattungsvarianten über jeden von uns autorisierten PIGINI Fachhandelspartner gleichberechtigt jederzeit bezogen werden. Eine Fertigung mit unterschiedlicher Qualität für einzelne Händler findet NICHT statt.

Umbauten, Eigenaufbauten und Modifikationen - Kann man eine PIGINI verbessern ?

Nun, diese Frage lassen wir nur allzu gerne von unseren Kunden selbst beantworten. Die Frage ist wohl weniger ob man eine PIGINI verbessern kann, doch eher ob es sein muß. Und falls ja, was bitte genau man denn noch mit den Mitteln einer Werkstatt verbessern könnte. Wer fährt mit einem Ferrari in die Werkstatt um ihn verbessern zu lassen ? Um PIGINI Kunden vor dem Erwerb einer Service Ruine zu bewahren möchten wir aus gutem Grund folgende Hinweise geben : Bei Akkordeons die von sogenannten "Instrumentenveredlern", "Verbesserungs-Reparateuren", "Akkordeon - Tunern", "Wunderheilern" und "alleinigen Stimmungsspezialisten" umgebaut wurden, ist äußerste Vorsicht geboten, da solche Modelle meist zweifelhafte Reparaturversuche oder den Serienzustand verändernde "Verbesserungs - Spezialumbauten" und "Wunderstimmer - Modifikationen" hinter sich haben und leider meist zu überteuerten Preisen angeboten werden. Meist mit dem Argument : Gebraucht - aber besser als eine Neue, oder "selbst aufgebaut" und besser als eine Neue. Nicht weil solche Modifikationen besonders sinnvoll wären, sondern aus dem einzigen Grund damit der Interessent keinen Preisvergleich zu Neuinstrumenten ziehen kann. In vielen Fällen wird es sich um Pfusch handeln der weg muß. Auch der Bestizer eines Ferraris wird sich bei Bedarf aus gutem Grund nur an einen autorisierten Händler, eine vom Werk autorisierte Werkstatt oder eben gleich ans Werk wenden. PIGINI empfiehlt nachträglich modifizierte Serieninstrumente und "Spezialaufbauten" grundsätzlich immer äußerst kritisch zu prüfen und einen unabhängigen Fachmann Ihres Vertrauens hinzuzuziehen, der ein Instrument nicht nur mechanisch und klanglich, sondern besonders auch stimmungstechnisch fachkompetent beurteilen kann. Bei nachträglich umgebauten oder modifizierten PIGINI Akkordeons erlischt die Werksgarantie, da es sich um Produktveränderung handelt und PIGINI für technische Veränderungen die nach der Auslieferung der Instrumente vorgenommen werden keine Verantwortung übernimmt. Viele Gebrauchte machen einen guten Eindruck - manche machen Gänsehaut. Würden Sie sich von einem Arzt operieren lassen der seine Fähigkeiten autodidaktisch erworben hat ? Bei Bedarf können Sie uns gerne anrufen.

Informationen für Akkordeonsammler

Die PIGINI Modellgeneration der 50er Jahre ist optisch durch Chromzierleisten und reichhaltigen schwarz-weiß Einlagen im Zelluloid geprägt. Im Katalog von 1952 findet man die Modelle AUGUSTA - I, Model 52, 2chörig / AUGUSTA - IV, Model 54, 2chörig / SUPERFISA IV, Model 76, 3chörig / SUPERFISA VIII, Model 80, 3chörig / MULTITONE, Model 120, 4chörig / und ORCHESTRA Model 130, 4chörig, alle Instrumente mit 120 Bässen, 41 Diskanttasten und Grill mit elliptischem Ausschnitt und Chromzierleisten. Die 2 erstgenannten Modelle haben 4chörigen Bass, die 4 letzgenannten 5chörigen Bass. Bis ca 1956 bzw Ende der 50er Jahre findet man auf den Instrumenten den Namen "Flli PIGINI" (Gebrüder PIGINI). Ab ca 1960 wurde dann der Name "PIGINI" angebracht.

PIGINI " CONCERTO " Modelle Ab ca 1960 wurden die PIGINI "Concerto" Modelle in Knopf- und Pianoausführung mit 3 extra vorgelagerten Manual 3 Knopfreihen gebaut. Mit ihrem Rhomboidgrill und in schlichtem, schwarzen Zelluloid gehalten, sehen sie den heutigen Convertormodellen optisch bereits sehr ähnlich. Bei diesen Modellen wurden Kinnregisterknöpfe in Champignonform eingebaut, die Führung der Kinnregister im Chassis übernimmt eine quadratische Messingschiene, eine Konstruktion die man übrigens auch bei den SIRIUS Instrumenten der frühen Modellgeneration findet. Das Gewicht dieser Modelle liegt deutlich über dem Gewicht vergleichbarer, aktueller PIGINI Instrumente.

PIGINI " ELLEGAARD " Modelle

PIGINI " ELLEGAARD special " Modelle wurden nach dem dänischen Akkordeonvirtuosen und Pädagogen Mogens Ellegaard benannt. Ellegaard hatte maßgeblich an der Entwicklung der PIGINI Convertormechanik mitgewirkt und seinerzeit auch das erste PIGINI SIRIUS Modell erhalten. Die PIGINI " ELLEGAARD special " Modelle wurden als Piano- und Knopf Convertorakkordeons in den Jahren von ca 1970 bis 1985 hergestellt. Der Firmenname PIGINI ist auf diesen Modellen nicht zu finden, sondern " ELLEGAARD special " und die Modellbezeichnung. Die Besitzer dieser Akkordeons schätzen besonders den überaus kräftigen und satten Bassklang mit sehr breitem Fundament, den man u.a. durch eine Konstruktion mit Winkelbass Stimmstock erreicht. Die moderne Leichtbauweise war seinerzeit noch nicht auf heutigem Niveau, deshalb muß der Musiker bei diesen Modellen ein deutlich höheres Gewicht als bei vergleichbaren PIGINI Instrumenten der aktuellen Modellserie in Kauf nehmen.

Ältere PIGINI Convertor- und Standardbassmodelle

Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre wurden Vorgängerserien der aktuellen PIGINI Convertorakkordeons hergestellt. Von außen sind diese älteren Modelle erkennbar durch einen größeren PIGINI Schriftzug mit 21mm metall Einzelbuchstaben. Danach folgte der PIGINI Schriftzug mit 16mm hohen metall Einzelbuchstaben. Seit Januar 2013 werden auch PIGINI und EXCELSIOR Schriftzüge aus Silberfolie verwendet.

"PIGINI hohner" Modelle

Von ca 1986 bis 1990 wurde ein Teil der PIGINI Modellpalette über Hohner vertrieben. Auf den Modellen findet man den Herstellernamen PIGINI und die Marke hohner. Im hohner Prospekt von 1987 findet man dazu folgenden Werbetext : "Viele Gründe wie Veränderungen in der Literatur oder neue Spieltechniken wecken im Akkordeonisten den Wunsch nach individuellen Optimierungsmöglichkeiten des Instruments. In Zusammenarbeit mit dem wohl bekanntesten Manual 3 Spezialisten P I G I N I werden diese Instrumente auf höchstem Qualitätsniveau gefertigt." Diese Modelle wurden in Castelfidardo, der Heimat des Akkordeons, von PIGINI hergestellt. Es handelt sich dabei um bauähnliche Vorgängermodelle der heutigen PIGINI Modellpalette, die jedoch nicht exakt vergleichbar mit den aktuellen Modellen sind. Die Modelle wurden mit unterschiedlichen Kinnregistern, Bässen und Ausstattungen gebaut. Diese Instrumente sind mittlerweile gut eingespielt und haben über die Zeit ihren eigenen, besonders warmen Klangcharakter entwickelt. Die Besitzer dieser Akkordeons schätzen besonders den überaus kräftigen und satten Bassklang mit sehr breitem Fundament. Die moderne Leichtbauweise war seinerzeit noch nicht auf dem heutigem Niveau, deshalb muß der Musiker bei diesen Modellen ein höheres Gewicht als bei vergleichbaren PIGINI Neuinstrumenten in Kauf nehmen. Um PIGINI Gebrauchtinteressenten einen Überblick über die damals von uns hergestellten Modelle zu geben stellen wir Ihnen eine Modelliste als Download zur Verfügung.

PIGINI Stimmplattenqualitäten in älteren Modellen

In älteren PIGINI Modellen, wie den ELLEGAARD und CONCERTO Modellen und auch den Vorgängermodellen der SIRIUS Baureihe wurden serienmäßig Stimmplatten eingebaut die mit einem " M " gekennzeichnet sind. Das M steht für den damaligen Stimmenhersteller "Magannini". Diese Stimmplatten sind ausschließlich in A-Mano (Handarbeit 1, HA1) Qualität und wurden etwa in den Modelljahren von ca 1945 bis 1990 eingebaut. Man findet auch Stimmplatten die mit der Aufschrift des damaligen Herstellers "MAGNATERA" gekennzeichnet sind, ebenfalls in A-Mano Qualität. Bei einer Reparatur sollten diese Stimmplatten ausschließlich durch qualitativ hochwertige italienische A-Mano Stimmplatten ersetzt werden.

Wie kann ich erkennen ob in einem Akkordeon auch wirklich A-Mano (Handarbeit 1, HA1) Stimmplatten eingebaut sind ?

Ja - erzählt wird das oft. Aber im Zweifelsfall schaut man doch besser nach bevor man sich einen Apfel für ein Ei verkaufen läßt. Bei italienischen Stimmplattenherstellern geht das so : Instrument öffnen und die Diskantstimmstöcke ausbauen. Man erkennt A-Mano Stimmplatten zunächst an der Handnietung. Das heißt der Nietkopf ist von Hand in Form gehämmert. Er muß optisch aussehen wie das Dach eines Gartenpavillions oder der Schliff eines Diamantsteines, man erkennt in der Mitte eine Spitze und vom Mitelpunkt zum Nietrand hin auslaufende Dreiecke. Auch eine Tipo-A-Mano (Handarbeit 2, HA2) Stimmplatte hat diesen Nietkopf. Die A-Mano Stimmplatte unterscheidet sich zusätzlich im verwendeten Stimmenstahl. Schaut man an der Längsseite der Stimmzunge seitlich auf die schmale Schnittkante des Stahls, also auf die Materialdicke der Zunge, so ist die A-Mano Stimmplatte am quadratischen Zungenstiefel, dort wo sie angenietet ist, blau. Die Tipo-A-Mano Stimmplatte ist an dieser Stelle nicht blau sondern metallisch blank. Der Grund ist daß die Tipo-A-Mano Stimmplatte aus dem Plattenstahl herausgeschniten wird und deswegen seitlich an der Schnittkante metallisch blank ist. Während bei der A-Mano Stimmplatte als Ausgangsmaterial ein schmaler Bandstahl in der Breite des Zungenstiefels verwendet wird welcher seitlich blau ist. Der Schwingkanal ist bei beiden Qualitäten nicht ausgestanzt sondern sauber geschnitten. Trotzdem ist diese Frage nicht so pauschal zu beantworten. Denn es gibt auch Akkordeons mit Stimmplatten MIschqualität bei denen z.B. im Diskant in den tiefen und mittleren Tonlagen nur Tipo-A-Mano Stimmplatten, und in den höheren Tonlagen und beim Piccolo, wo es besonders auf gute Ansprache ankommt, A-Mano Stimmplatten eingebaut sind. Oder Im Diskant A-Mano und im Bass Tipo-A-Mano. Oder Grund- und Beibasstimmstöcke in A-Mano und Akkordstimmstöcke in Tipo-A-Mano Qualität. Man muß also schon genau hinsehen...   Mehr Details im "HAtools" Katalog.

 

 

NOVA  MYTHOS  SIRIUS  Bayan 58  Master 58  Caracter  Convertor 55  Prestige Junior  Convertor 42/B  Convertor 37/B3  Convertor 37/P3  Convertor 34/P3  Studio B2  Peter Pan  Bandoneon

Super King  Jazz Star  De Luxe  Professional  Wing  Primavera  Preludio  Helipolka  Basson

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